Willi Graf ist der Namensgeber des Willi Graf Gymnasiums, auf das einige Schüler aus dem Quartier Ackermannbogen gehen. Er war als Mitglied der Widerstandsgruppe Weiße Rose von den Nazis ermordet worden.
Kurz-Biografie von Willi Graf#
Sein Vater war kaufmännischer Geschäftsführer, er hatte noch zwei Schwestern. Die Familie lebte ab 1922 in Saarbrücken, wo er nach der Volksschule das Ludwigsgymnasium besuchte. Schon bald trat er in den katholischen Verband Bund Neudeutschland (ND) ein, der nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten verboten. 1934 schloss er sich dem Grauen Orden an, einem verbotenen Jugendbund, der sich auf Grund des Verbots vieler bündischer Jugendverbände gebildet hatte. Nach dem Abitur 1937 absolvierte Graf den Reichsarbeitsdienst und begann danach in Bonn sein Medizinstudium. 1940 bis 1942 nahm Graf als Sanitäter an verschiedenen Kriegseinsätzen teil. 1942 kam er als Mitglied einer Studentenkompanie in München mit der Weißen Rose in Kontakt. Graf wurde aktives Mitglied der Widerstandsgruppe.Am 18. Februar 1943 wurde Graf zusammen mit seiner Schwester Anneliese in München festgenommen. Er wurde am 19. April 1943 wegen Hochverrats, Wehrkraftzersetzung und Feindbegünstigung vom Volksgerichtshof unter Vorsitz Roland Freislers zum Tode verurteilt. Die Gestapo versuchte noch monatelang Namen aus ihm herauszupressen. Graf wurde am 12. Oktober 1943 im Gefängnis Stadelheim mit dem Fallbeil enthauptet.
Schulleiterin untersagt Gedenkveranstaltung#
Bericht der Süddeutsche Zeitung im März 2009:
Die Leitung des Willi-Graf-Gymnasiums untersagt eine Lesung aus der Biographie über den Namensgeber - die Eltern sind empört.
Seine Schwester Anneliese Knoop-Graf wollte am 19. März in der Schule aus dem Buch über ihren Bruder lesen. SZ-Online
Zum Weiterlesen #
- Wikipedia zu Willi Graf
- www.weisse-rose-stiftung.de
- Schulen
- Willi Graf Gymnasium im Web:
- wgg.musin.de
- über 550 Fans im Facebook
- über 1500 ex-Schüler bei Stayfriends
- wgg.musin.de