Tollwood 2008
Tollwood-Verkehrschaos bleibt weitgehend aus
München, 5.August 2008: Der Ackermannbogen ist während des Tollwood-Festivals der vergangenen Wochen weitgehend vom Verkehrschaos der Vorjahre verschont geblieben. Zwei Einsätze hatte die Polizei, und beide seien „zufriedenstellend verlaufen”, resümierte der Leiter der Polizeiinspektion 43 (Olympiapark), Roland Helmig, in der Sitzung des Bezirksausschusses Schwabing-West. „Es gab lediglich ein paar Falschparker mit Verwarnungsgeld.”
Nachdem das Neubauviertel in den vergangenen Jahren zunehmend von Parkplatzsuchenden überschwemmt worden war, die zeitweise ganze Straßenzüge lahmgelegt hatten, ordneten Stadtverwaltung und Polizei auf Initiative des Bezirksausschusses diesen Sommer erstmals eine großräumige Beschilderung zur Parkharfe am Olympiapark an und sperrten die Einfallstraßen zum Ackermannbogen mit Schildern. „Am ersten Sonntag haben sich die Leute an die Sperren gehalten”, konnte die Fraktionsvorsitzende der SPD, Brigitte Gmelin, beobachten. Am letzten Sonntag hätten sie aber wohl gemerkt, dass die Polizei nicht ständig habe kontrollieren können, „und dann waren alle Straßen mit Fremdparkern voll”. Um dem entgegenzuwirken, reiche es ja schon, wenn die Polizei ein- oder zweimal da stehe, ergänzte Ani-Ruth Lugani (SPD). „Das prägt sich in die Köpfe ein.”
Grünen-Sprecherin Regina Bruder, selbst wohnhaft am Ackermannbogen, machte ähnlich positive Erfahrungen. Umso schlimmer sei der Autostrom dagegen bei den Sommernachtsveranstaltungen gewesen: „Das war wie zu besten Tollwood-Zeiten.” Der Bezirksausschuss plädiert deshalb dafür, künftig bei allen Großveranstaltungen im Olympiapark dieselben Auflagen einzuführen, wie sie dieses Jahr erstmals beim Sommer-Tollwood praktiziert wurden.
© bei Ellen Draxel
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