Tempo-30-Hinweis ist Warnung genug
Kindergarten erhält keine eigene Kennzeichnung
Der Kindergarten an der Elisabeth-Kohn-Straße wird – wie schon zuvor der Kindergarten St. Nikolaus an der Ackermannstraße – kein eigenes Hinweisschild bekommen. Das Kreisverwaltungsreferat lehnte den Antrag des Bezirksausschusses Schwabing-West mit gleichlautender Begründung ab: Die Errichtung von Schildern komme nur dort in Betracht, wo Kinder erfahrungsgemäß häufig auf die Fahrbahn liefen. „In der Elisabeth-Kohn-Straße liegt jedoch nicht der geringste Anhaltspunkt für eine besondere Gefährdung vor“, zumal die Kinder beaufsichtigt würden, heißt es in dem Antwortschreiben des Referates.
Außerdem dürfe in Tempo-30-Zonen grundsätzlich kein Gefahrenschild aufgestellt werden. Da es nach Meinung der Lokalpolitiker in Schwabing aber durchaus Stellen gibt, wo solche Hinweisschilder stehen, hatte das Gremium dem Kreisverwaltungsreferat eine Präzedenzfall-Liste zukommen lassen. Die Antwort der Behörde: Entweder hätten die Beschilderungen schon vor der Ausweisung als Dreißiger-Zone existiert und man habe sie belassen, „um für die Bewohner keine Verschlechterung herbeizuführen“. Oder sie wurden angebracht, weil an der Stelle viele Unfälle passiert waren beziehungsweise die Wege schmal oder unübersichtlich sind. „Diese Fälle sind jedoch äußerst selten und hängen nahezu ausschließlich mit Schulwegproblemen zusammen“, so das Referat.
Negativ beschieden wurde auch der Vorschlag des BA, beim Rechtsabbiegen von der Ackermann- in die Elisabeth-Kohn-Straße einen Grünen Pfeil anzubringen. So abgasreduzierend die Idee auch wäre, sie sei rechtlich nicht umsetzbar. Denn seit kurzem gelte eine neue Regelung, wonach an Kreuzungsampeln, die mit Zusatzeinrichtungen für Blinde ausgestattet seien, kein solcher Pfeil angebracht werden dürfe.
© bei Ellen Draxel
Zum Weiterlesen
- Neue Kinderkrippe Elisabeth Kohn Straße
- Kindergärten am Ackermannbogen
- Mehr Krippenplätze für die Kleinen, Süddeutsche Zeitung vom 08.01.2008 SZ im Internet