Am Schnittpunkt des neuen Mega-Radwegs durch den Stadtwald und der Saarstraße (Ecke Therese-Studer-Straße) soll ein „ruhiger Platz“ entstehen. Deshalb sollen durch Betonsitzblöcke der Radverkehr auf kürzestem Weg in den Kreuzungsbereich Saarstraße/Therese-Studer-Straße/Deidesheimerstrasse abgeleitet werden. Nach Ansicht von Wolfgang Heidenreich (Forum Schwabing) entsteht an dieser Stelle erhebliches Konfliktpotential zwischen den einzelnen Verkehrsteilnehmern.

Bilder:#

Am 18.09.2007 fand dazu ein Ortstermin mit Vertretern von Stadt, den ausführenden Landschaftsarchitekten, Urbanen Wohnens und Bezirksausschuss Schwabing-West statt. Die Bedenken und Anregungen aus dem Viertel zur Verkehrssicherheit und der Gestaltung wurden vor Ort noch einmal diskutiert.

Teilnehmer:#

  • Fr. Nicole Preußner, Baureferat / HA Gartenbau
  • Fr. Helga Engel, City Tec
  • Fr. Rita Lex-Kerfers, Landschaftsarchitektin
  • Hr. Michael Lonhard, Baureferat / HA Tiefbau
  • Fr. Brigitte Gmelin, BA4
  • Fr. Brigitte Behrendt, BA4
  • Hr. Manfred Drum, Dipl.-Ing. Architekt / Urbanes Wohnen
  • Hr. Wolfgang Heidenreich, Dipl.-Ing. Landschaftsarchitekt / Urbanes Wohnen

Kritik#

Den Schnittpunkt des Radwegs aus dem Stadtwald, des Zugangs zur Adams-Lehmann-Strasse und des Fußwegs an der Saarstraße will der Landschaftsarchitektin Lex-Kerfers in einen „ruhiger Platz“ mit Aufenthaltsqualität umwandeln. Beton-Sitzblöcke und Münchner Beton-Gehwegplatten sollen den Platz optisch vom Asphalt des Radweges abgrenzen. Der Radverkehr soll möglichst von diesem Platz ferngehalten und auf kürzestem Weg in den Kurvenbereich der Saarstraße/Therese-Studer-Straße abgedrängt werden. Eine Verengung zwischen den drei noch vorhanden Bäumen (die restlichen Bäume wurde schon gefällt) und den Betonsitzblöcken soll die Radfahrer vom Geradeausfahren abhalten. Insbesondere dadurch kann an der Verengung aber auch an der unübersichtlichen Ecke an der Therese-Studer-Straße 1 zu problematischen Zusammentreffen zwischen Fahrradfahrer, Fußgänger und Autofahrer kommen.

Stellungnahme von Planungsseite#

  • Zu einer Entschärfung des Gefahrenschwerpunktes im Einmündungsbereich des Fuß-Radweges in die Saarstraße/Therese-Studer-Straße sehen Hr. Lonhard, Fr. Preußner, Fr. Engel und Fr Lex-Kerfers keine Veranlassung, da es überall in München solche Situationen gebe. Des weiteren wird auf den § 1 der Straßenverkehrsordnung hingewiesen (gegenseitige Rücksichtnahme, keine Gefährdung anderer etc.).
  • Am Vorschlag von Urbanes Wohnen wird kritisiert, dass diese Radwegführung gefährlich sei, weil sie den Radverkehr auf den „Platz“ und dann weiter in den Gehweg der Saarstraße lenken würde.

An der ursprünglichen Planung wird festgehalten Sie soll weiterhin umgesetzt werden.

Ausblick#

Derzeit sind die Bauarbeiten im vollen Gange. Für weitere Verbesserungsvorschläge der Anwohner und späteren Nutzer ist es deshalb fast schon spät. Es bleibt die Hoffnung, dass bei späteren Umbauarbeiten dieser Gefahrenpunkt noch entschärft werden kann. Denkbar wäre den Stadtwald optisch stärker mit dem Deidesheimer Anger zu verbinden und den Übergang optisch von der Strasse abzuheben (z.B. durch Anhebung der Fahrbahn und Pflasterung mit Gehwegplatten)

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