Olympiabewerbung 2018 #

Entscheidung am 6. Juli 2011: Olmpiapark gerettet! #

Keine Olympischen Spiele in München 3000 Bäume, Tollwood und das Theaterzelt dürfen bleiben

Rückblick#

Mit Beschluss vom 28.11.2007 hat der Stadtrat auf Basis der erstellten Machbarkeitsstudie der Bewerbung Münchens um die Olympischen Winterspiele / Paralympics 2018 zugestimmt. Diese Bewerbung bietet neue Chancen für die nachhaltige Entwicklung des Olympiaparks und eine verträgliche Gestaltung seiner erfolgreichen Nutzungen als Sportstätte, Veranstaltungsort und (Nah-)Erholungsort. Daher hat der Stadtrat am 07.05.2008 beschlossen, zur Vorbereitung der weiteren erforderlichen Planungsschritte einen Grundlagenworkshop durchführen zu lassen, in dem die Rahmenbedingungen ermittelt werden. Zur Zukunftssicherung des Olympiaparks hatte der Stadtrat bereits am 14.12.2005 Rahmenbedingungen und Ziele zur langfristigen Entwicklung des Olympiaparks beschlossen, die unter Würdigung und Berücksichtigung der herausragenden architektonischen und landschaftlichen Qualitäten eine zukunftsfähige Weiterentwicklung zulassen. Diese Rahmenbedingungen sollten aktualisiert und die beschlossenen Ziele schrittweise weiterentwickelt werden. Zu diesem Zweck wurde eine Grundlagen-Workshop gemacht.

Umbaupläne im Olympiapark-Umfeld:#

  • Abriss der intakten Gebäude der Bundeswehrverwaltung aus den siebziger Jahren und deren Neubau an der Dachauer Straße und Landshuter Allee.
  • An dem Ort wird der Neubau des Olympischen Dorfes geplant. Bauträger auf 36 Hektar für 3.500 Sportler, Trainer und Funktionäre zwischen Olympiapark, Dachauerstraße und Landshuter Allee mit Überbauung bzw. massiver Beeinträchtigung des kartierten Stadtbiotops in der Trambahnschleife.
  • Medien-Dorf für 1500 Journalisten am Leonrodplatz; (ein weiteres Mediendorf in der Neuen Messe München)
  • Auf den elf Hektar des Tollwood-Geländes sollen temporäre Gemeinschaftsräume wie Speisesaal, Sozialräume, Gebetsräume, Büros und Parkplätze entstehen, die nach den Spielen wieder abgebaut werden.
  • Abriss des Radstadions für eine neue Mehrzweck-Arena mit 11.000 Plätzen für den olympischen Eissport (rund 100 Millionen Euro). Diese wird vom Chef des Olympiaparks als „Leuchtturmprojekt für Olympia“ bezeichnet, kann aber, wie Jürgen Bühl von der Bewerbungsgesellschaft betonte, „15, 40 oder 60 Millionen Euro kosten“. Weiter:
  • Ersatz der alten Eissporthalle durch eine neue Eissport-Arena für 7.000 Zuschauer (rund 50 Millionen Euro);
  • Neue Eissschnelllauf-Halle mit 8.000 Plätzen auf dem Gelände der Zentralen Hochschulsportanlage. Dies kostet 40 Millionen Euro und wird vermutlich nach den Winterspielen abgebrisssen, da es „keine griffigen Konzepte für die Nutzung danach“ gibt, wie der Leiter der „Stabsstelle München 2018“ erklärte. Dies bedeutet auch, dass über einen Zeitraum von ca. 3 Jahren die beliebteste Sportstätte für Studenten in München nicht benutzbar ist. Profisport vertreibt somit den Amateursport.
  • Umbau der Olympiaschwimmhalle für Curling-Wettbewerbe.

NOLYMPIA2018: Gegenbewegung formiert sicht #

Zaghaft formiert sich der Widerstand gegen die Bewerbung Münchens für die Winterspiele 2018. Bisher ist es nur eine kleine Gruppe, die sich gegen die Bewerbung ausspricht. Details zu NOLYMPIA2018

Bewerbungsfahrplan bis zur Entscheidung am 6. Juli 2011#

Die Bewerbungsunterlagen müssen bis Anfang 2009 eingereicht werden. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) wählt 2010 die Kandidatenstädte aus, Mitte 2011 wird der Olympiagastgeber 2018 gekürt. Die Sommerspiele 2016 finden in Rio de Janeiro(Brasilien) statt, Desalb hat der bisher stärkste Konkurrent aus Südkorea Pyeongchang weiterhin gute Chancen. IOC-Mitglied Gian-Franco Kasper schätzt die Olympia-Bewerbung von München für 2018 als "äußerst stark" ein und glaubt an einen Zweikampf mit dem Pyeongchang.

Aktuelle Meldungen:#

  • Olympia2018: Wettbewerb für Olympisches Dorf und Mediendorf entschieden: Am 3.12.2010 wurden die Pläne für das Olympische Dorf im südlichen Olympiapark vorgelegt: Die Planung sieht eine dichte Bebauung vom Leonrod-Platz bis hin zum Mittleren-Ring vor. Im Mittelpunkzt des Entwurfs steht die Energieeffizient- und die Öffnung zum Olympiapark. Die Wettbewerbsarbeiten werden in einer Ausstellung gezeigt, die vom 6.12. bis 16.12.2010 von 10 bis 20 Uhr im Pressebereich des Olympia-Stadions, Spiridon-Louis-Ring 25 stattfindet; die Ausstellungseröffnung findet am 7.12.2010, um 19.00 Uhr statt. > muenchen2018.org. Rathausumschau der Stadt München
  • Bund Naturschutz: Drastischer Eigriff in den Olympiapark Der Bund Naturschutz sorgt sich um den Olympiapark, wenn der Park wie geplant für Olympia umgebaut wird: 1500 bis 2000 Bäume seien von der Säge bedroht. Zwei ökologisch wertvolle Wäldchen und ein Feuchtbiotop müssten demnach dem neuen Olympischen Dorf weichen. Münchern Merkur berichtet
  • Krise bei den Olympia-Planern: Geschäftsführer der Planungsgesellschaft beurlaubt. SZ vom 22.3
  • Stadt kauft Flächen für das neue Olympisches Dorf: Die Planungen für ein neues Olympisches Dorf können beginnen. Der Bund hat sich nun offiziell verpflichtet, das Gelände zwischen Dachauer Straße und dem Tollwood-Gelände an der Ackermannstrasse, auf dem die Athleten während der Winterspiele 2018 unter kommen sollen, an die Stadt zu verkaufen.
  • Baumaterial-Lagerung statt Schlosszelt? Der Vertrag für die Betreiber des Schlosszelts wurde nur bis 2012 verlängert: Grund ist der mögliche Abriss, weil die Fläche zwar nicht fest bebaut werden soll, aber für das Baumaterial als Lagerfläche dienen soll.
  • Tollwoodgelände wird Olympisches Dorf Zwischen Dachauer, Schwere-Reiter-Straße und Spiridon-Louis-Ring soll das neue Olympiadorf entstehen. 5000 Menschen sollen dort Quartier finden. SZ vom 1.02
  • CSU gegen Olympia 2018?: CSU-Podiumsdiskussion im (bestehenden) Olympischen Dorf: Verliert der Olympiapark durch den Bau weiterer Sportstätten seinen Erholungscharakter? Der Münchner Wochenanzeiger berichtet.
  • Das Münchner Bundeswehrverwaltungszentrum müsste für das Olympisches Dorf zusammenrücken oder umziehen. Wie der Münchener Merkur am 24.1.10 berichtet ist dies auf Ministeriums-Ebene vereinbart worden. OB Christian Ude ist unterdessen mit Olympia-Gegnern hart ins Gericht gegangen. Merkur-Online 24.1.10
  • Stadt kauft Flächen für das neue Olympisches Dorf: Die Planungen für ein neues Olympisches Dorf können beginnen. Der Bund hat sich nun offiziell verpflichtet, das Gelände zwischen Dachauer Straße und dem Tollwood-Gelände an der Ackermannstrasse, auf dem die Athleten während der Winterspiele 2018 unter kommen sollen, an die Stadt zu verkaufen. SZ vom 3.März berichtet
  • Schlosszelt und Tollwood müssen Platz machen. Baumaterial-Lagerung statt Schlosszelt? Der Vertrag für die Betreiber des Schlosszelts wurde nur bis 2012 verlängert: Grund ist der mögliche Abriss, weil die Fläche zwar nicht fest bebaut werden soll, aber für das Baumaterial als Lagerfläche dienen soll.
  • Tollwoodgelände als Erweiterung vom neuen Olympisches Dorf Zwischen Dachauer, Schwere-Reiter-Straße und Spiridon-Louis-Ring soll das neue Olympiadorf entstehen. 5000 Menschen sollen dort Quartier finden. SZ vom 1.02
  • CSU gegen Olympia 2018?: CSU-Podiumsdiskussion im (bestehenden) Olympischen Dorf: Verliert der Olympiapark durch den Bau weiterer Sportstätten seinen Erholungscharakter war Der Münchner Wochenanzeiger berichtet.
  • Das Münchner Bundeswehrverwaltungszentrum müsste für das Olympisches Dorf zusammenrücken oder umziehen. Wie der Münchener Merkur am 24.1.10 berichtet ist dies auf Ministeriums-Ebene vereinbart worden. OB Christian Ude ist unterdessen mit Olympia-Gegnern hart ins Gericht gegangen. Merkur-Online 24.1.10
  • Finanzierung für Den Bau des Olympischen Dorfes in München scheint gesichert. Bund, Freistaat und Stadt einigten sich auf die Bedingungen, nach denen das 22 Hektar große Gelände am Olympiapark zur Verfügung gestellt wird.
  • CSU Podiumsdiskussion im Olympischen Dorf Podiumsdiskussion im Olympischen Dorf. Münchner Wochenanzeiger berichtet
  • Grüne Landtagsabgeordnete machen gegen Olympia 2018 mobil Während die Grüne Stadtversammlung in München am 13.10.09 mit überraschend größer Mehrheit für die Olympiabewerbung gestimmt hat, machen einige Landtahsabgeordnete wie Ludwig Hartmann gegen die Bewerbung mobil >>>

Interessen der Anwohner#

Für die Anwohner des Olympiaparks bedeutet dies, neben der eventuellen Vorfreude auf das Großereignis, dass die Stadtentwicklung im Umfeld auf die Bewerbung ausgerichtet wird. Zum Beispiel ist die Fläche zwischen dem Leonrodplatz, dem Tollwood-Gelände und dem Radstadion ein möglicher Standort für das neue Olympische Dorf. Deshalb wird dieses Gebiet sich sicherlich erst weiterentwickelt, wenn die Bewerbung geklärt ist.
Die Stadt München hat ab dem Jahr 2009 1 Millionen Euro bereitgestellt, um die notwendigen Planungen für ein Olympisches Dorf, mindestens eine neue Eishalle im Olympiapark oder für neue Verkehrsprojekte voranzubringen. Nur die Linke im Stadtrat stimmte jetzt gegen die Bewilligung dieses Betrags.

Das Münchner Bundeswehrverwaltungszentrum müsste für das Olympisches Dorf zusammenrücken oder umziehen#

Wie der Münchener Merkur am 24.1.10 berichtet ist dies auf Ministeriums-Ebene vereinbart worden. OB Christian Ude ist unterdessen mit Olympia-Gegnern hart ins Gericht gegangen. Merkur-Online 24.1.10

Zum Weiterlesen#

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Olympiapark_2018_Grundlagenwor... 4,727.6 kB 1 07-Dec-2009 17:40 Nicht angezeigt Entwicklungsplanung Olympiapark 2018: Materialsammlung und Grundlagenworkshop
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