Kein Schulbus zur Gertrud-Bäumer-Schule

Stadtschulrätin Weiß-Söllner lehnt Schulbus für den Ackermannbogen ab

Die Kinder aus dem Ackermannbogen werden auch künftig nicht in nden Genuss eines Schulbusses kommen, der sie zur Gertrud-Bäumer-Schule bringt. Das teilte Stadtschulrätin Elisabeth Weiß-Söllner in einem Schreiben dem Bezirksausschuss Schwabing-West mit. Die meisten Schüler müssten weder zwei Kilometer zu Fuß zurücklegen noch eine besonders gefährliche Strecke gehen. Beides wären Gründe, eine kostenfreie Beförderung anzuordnen. Einen Schulbus als freiwilliges Angebot einzusetzen sei angesichts der „prekären Finanzsituation” der Stadt nicht denkbar – zumal dies kein Einzelfall bliebe, argumentiert Weiß-Söllner. Man müsse jedoch „die Notwendigkeit für eine Pflichtbeförderung grundsätzlich im Einzelfall feststellen”.

Die Diskussion um die Schulwegsicherheit für die Erst- bis Viertklässler kocht seit Jahren immer wieder hoch. Jüngster Stein des Anstoßes war die schlechte Beleuchtung der Strecke entlang der Fußgängerbrücke an der Ackermannstraße vorbei an der ehemaligen Wendeschleife der Tram und am Spiegelzelt bis zum Rosa-Luxemburg-Platz. Möglicherweise kann dieser Weg durch die Einrichtung eines „Schulbusses mit Füßen” optimiert werden. In diesem Fall würden ein oder zwei Erwachsene die Kinder an festgelegten Haltestellen einsammeln und bis zur Schule begleiten. Der Vorschlag wird im Schulreferat derzeit noch geprüft.

„Klar zu bevorzugen” ist laut Weiß-Söllner dagegen die Strecke entlang der Ackermann-, Schwere-Reiter- und Emma-Ihrer-Straße bis zum westlichen Gehsteig am Rosa-Luxemburg-Platz: wegen des Lichts, der besseren Gehwege und der neuen Ampel an der Elisabeth-Kohn-Straße.

© bei Ellen Draxel

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