Ackermannbogen erhält einen Jugendtreff #
Sozialreferat: Erstes grobes Raumkonzept #
April 2010Das Sozialreferat hat dem AK Ackermannbogen vom Bezirksausschuss ein erstes grobes Raumkonzept für die offene Kinder- und Jugendeinrichtung im 4. Bauabschnitt vorgestellt: Alle Räume sollen multifunktional nutzbar sein; geplant sind u.a. ein größerer Versammlungsraum und ein Schülercafé. Die 11 erforderlichen Stellplätze sollen in der nicht ausgelasteten Tiefgarage nachgewiesen werden, um mehr Freifläche zu ermöglichen. Die Planung wird dadurch kompliziert, dass die Baumreihe an der Ackermannstraße möglichst erhalten werden soll. Die Jugendlichen werden in die Detailplanung einbezogen.
Leiterin des Jugendamts Kurz-Adam benennt die Hauptschule an der Elisabeth-Kohn-Straße als Standort – ein Zeitplan steht noch nicht#
Der Ackermannbogen bekommt nun doch einen Kinder- und Jugendtreff. Wie aus einem Brief der Leiterin des Jugendamts, Maria Kurz-Adam, an den zuständigen Bezirksausschuss 4 (Schwabing-West) hervorgeht, haben sich Schulreferat und Jugendamt inzwischen darauf verständigt, im Gebäude der geplanten 20-klassigen Hauptschule an der Elisabeth-Kohn-Straße offene Jugendarbeit anzubieten. Dabei sei vorgesehen, „diese Räume gemeinschaftlich für die Belange der Schulsozialarbeit als auch der Offenen Jugendarbeit nutzbar” zu machen – zu unterschiedlichen Zeiten. Der Treff soll außerdem einen eigenen Eingang bekommen, sodass „unbekümmertes Freizeitvergnügen von Jugendlichen in den Abend- und Nachtstunden möglich ist”, ohne dass zum Beispiel der Hausmeister der Schule gestört wird.Damit wird das jahrelange Insistieren des Stadtteilgremiums endlich von Erfolg gekrönt. Wiederholt hatten die Politiker für eine Jugend-Freizeitstätte am Ackermannbogen plädiert, waren aber immer wieder mit dem Argument abgeblitzt, es gebe mit dem Haus am Schuttberg, dem Jugendzentrum Schwabing-West oder dem integrativen Jugendtreff Mop in der Fallmerayerstraße ausreichend Angebote für die 14- bis 18-Jährigen in der Umgebung. Die plötzliche Kehrtwende erklärt man im Sozialreferat damit, dass jetzt „mehr ältere Kinder im Viertel dazugekommen sind”, so Pressesprecherin Monika Niedermayer auf Nachfrage der SZ. Der Bedarf habe sich einfach geändert.
Der Bezirksausschuss hatte, um überhaupt ein Ja zu erwirken, bereits vor mehr als einem Jahr den Vorschlag einer Wechselnutzung der Räumlichkeiten zwischen Jugendtreff und Schulsozialarbeit unterbreitet. Die Antwort des Schulreferates noch vor einem Monat: „Der Wunsch nach einer Wechselnutzung ist seitens des Sozialreferates gegenüber dem Schulreferat bisher nicht artikuliert worden.” Konzeptionelle Vorstellungen, die Grundlage für die bauliche Aufteilung des Schulgebäudes wären, lägen nicht vor.
Wie groß die Räumlichkeiten letzten Endes ausfallen werden und in welchem Zeitfenster mit der Realisierung gerechnet werden kann, soll bei einem Treffen der beiden involvierten Referate am morgigen Mittwoch geklärt werden. Eine Abfrage möglicher Träger für eine gemeinsame Übernahme von Freizeitstätte und Schulsozialarbeit läuft bereits.
Bleibt nur noch die Klärung der Öffnungszeiten. Wenn es nach dem Willen der Stadtteilpolitiker geht, soll der Treff auch samstags geöffnet sein.
© bei Ellen Draxel
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