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Hummeln geht der Saft aus#

Alljährlich im Sommer ist vor allem in Innenstadtbereichen das Phänomen des Hummelsterbens zu beobachten. Zum Ende der i.d.R. ab Anfang Juni beginnenden Zeit der Lindenblüte sind verstärkt, mitunter massenhaft tote Hummeln unter den letzten noch blühenden Lindenbäumen zu finden. Das Phänomen war wiederholt Ziel von Untersuchungen der Universität Münster und dem Institut für Bienenkunde in der Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe. Sie führten zu der Erkenntnis, dass viele Hummeln aus Mangel an alternativen Nahrungsquellen nach der Lindenblüte verhungern. Die Hummelvölker können sich in der Zeit der im Stadtgebiet sehr ergiebigen Lindenblüte von Anfang Juni bis Anfang Juli (unnatürlich) gut entwickeln. Nach der Lindenblüte stehen mit einem Male aber so gut wie keine Trachtquellen mehr zur Verfügung. Das Hummelsterben gilt daher heute als Indikator für ein unausgewogenes Nahrungsangebot für blütenbesuchende Insekten, das besonders im Stadtgebiet zu Tage tritt.
Der Nahrungsmangel ab Anfang Juli trifft Hummeln in einer Phase, in der ein großer Teil der Hummelvölker die Königinnen des darauf folgenden Sommers heranziehen. Die in der Stadt vorkommenden Hummelarten werden zwar nicht in ihrem Bestand gefährdet, als wichtige Bestäuber auch von Nutzpflanzen werden die Bestände aber dennoch geschädigt. Gravierender betroffen sind hingegen die auch in der Stadt lebenden Wildbienenarten, Schwebfliegen, Nektar saugende Käfer und Schmetterlinge.

Blütenarmut im Sommer und Herbst in den Städten#

Grundlage dieses Problems ist die Blütenarmut von Grünflächen und Gartenanlagen im Sommer und Herbst. Selbst dort, wo Blütenpflanzen zu finden sind, können die blütenbesuchenden Insekten diese kaum nutzen, da ungeeignete fremdländische oder durch Zucht degenerierte Gewächse gepflanzt wurden. Entsprechend gibt es in den Grünanlagen öffentlicher Einrichtungen (Universität, Fachhochschule, Kirche, Krankenhäuser, Schulen, Verwaltungen, Bundeswehr etc.), im Straßenbegleitgrün, auf Baumscheiben, in Gärten und auf Balkonen große Flächen, für die eine Anreicherung mit Blütenpflanzen wünschenswert wäre. Daher arbeitet die NABU-Naturschutzstation daran, das Nahrungsangebot für blütenbesuchende Insekten im Innenstadtbereich zu verbessern. Zu diesem Zweck kooperiert sie mit den Betreuern öffentlicher Grünflächen und Privatleuten. Herausgegeben wurde eine Pflanzenartenliste, die nach Untersuchungen im Botanischen Garten in Münster bevorzugt durch blütenbesuchende Insekten genutzt werden und die zur Anpflanzung in privaten und öffentlichen Grünanlagen empfohlen wird. Informationen zum Hummelsterben haben wir in einem Faltblatt zum runterladen zusammengefasst. In der nachfolgenden Tabelle sind die im Rahmen einer Untersuchung im Botanischen Garten von Münster bevorzugt von Bienen zur Nahrungsaufnahme aufgesuchten Pflanzenarten aufgeführt. Angegeben wird die Zahl der in 1994 an den Pflanzen nachgewiesenen Bienenarten und die Zahl beobachteter Tiere. Die Blühzeiträume können aus der herunterladbaren Pflanzenartenliste (s.o.) ersehen werden. Die Artenliste kann bei der NABU-Naturschutzstation angefordert werden. Tabellen und gefunden am 19.7.2008 unter www.nabu-naturschutzstation-muensterland.de
Dort sind auch folgende zu finden:


--PG-Ökologie im Ackermannbogen e.V, 19 Juli 08

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Hummel_Bluete.JPG 58.5 kB 1 27-Jul-2008 22:23 Nicht angezeigt Hummel auf einer Blüte
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