Guerilla Gardening entstand in New York und London als subtiles Mittel politischen Protests und zivilen Ungehorsams. Die heimliche Aussaat von Pflanzen und das wilde Bepflanzen im öffentlichen Raum, vorrangig in Großstädten oder auf öffentlichen Grünflächen, will im städtischen Raum die Natur wieder zurückgewinnen und Vielfalt und Abwechslung schaffen.

Mittlerweile hat sich Guerilla-Gardening zum urbanen Gärtnern oder zu Landwirtschaft im öffentlichen Raum weiterentwickelt und verbindet mit dem Protest den Nutzen einer Ernte beziehungsweise einer Verschönerung trister Innenstädte durch Begrünung brachliegender Flächen. Das heimliche Pflanzen und Säen im öffentlichen Raum hat im Zuge der Preissteigerung bei Nahrungsmittel einen ganz praktischen Nutzen bekommen: Neben der Verschönerung der Städte durch Begrünung brachliegender Flächen bietet die urbane Landwirtschaft eine Möglichkeit der Selbstversorgung mit Obst und Gemüse.

Wie Guerilleros vermeiden Guerilla-Gärtner die offenen Konfrontation und bevorzugen abgelegene und unzugängliche Standorte oder nehmen ihre Aktionen bevorzugt heimlich durch „Überraschungspflanzungen“ vor.

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Vortrag: Richard Reynolds - Guerilla Gardening
Samstag, 20. März 2010 um 19.00 Uhr, Muffatwerk, Ampere, Zellstrasse 4, 81667 München, Veranstalter: Muffatwerk mit Green City e.V., Die Behörden raufen sich darüber gerne die Haare, bei der Bevölkerung kommen die Aktionen meist gut an. Wo die Städte Flächen betonartig verwahrlosen lassen, sorgen Aktivisten für Botanik. Die Gartenguerilleros bepflanzen über Nacht öde Verkehrsinseln, sorgen für Blumentupfer in seelenlosen Wohnblocks. Einer der bekanntesten Aktivisten ist der 32-jährige Londoner Richard Reynolds, der soeben in dem Buch "Guerilla Gardening" die Geschichte der Botanikrevoluzzer beschreibt und deren internationale politische, soziale und künstlerische Bedeutung würdigt. Ella von der Haide, Gärtnerin und Filmemacherin, und Silvia Gonzalez von der Umweltorganisation Green City sitzen mit ihm auf dem Podium. Es moderiert Svenja von Gierke.

Hallo,
04-Apr-2009 in der Therese-Studer-Straße hat das Baureferat 2004 einen Grünstreifen angelegt, mit Erde, die mit einem erheblichen Anteil Steinen ausgestattet ist, so dass noch nicht einmal Gras richtig wächst. Dass muss höchstens 3mal im Jahr gemäht werden, vermutlich ginge es auch ohne. Ein paar Nachbarn haben ein kleines Stück dieses Streifens von den größten Steinen befreit, etwas Humus verteilt und Grassamen ausgesäht. Schon war die Steinwüste etwas schöner. Danach wurden Sträucher gepflanzt, die alle Nachbarn mit Wohlwollen aufgenommen haben. Viele haben sich an den Pflanzen erfreut und dies war auch regelmäßig Gesprächsthema. Kurz bevor die Planzen allerdings zu blühen begannen und die Blätter sich ankündigten kam das Münchner Baureferat, hat alle Pflanzen ausgerissen und mitgenommen. Jetzt ist da wieder der gräßliche Zustand von vorher. Wenigstens das Gras haben sie noch dagelassen. Die Stadt hat dadurch eine kleine Oase zerstört, was mich persönlich ziemlich ärgert. Man beharrt vermutlich auf Vorschriften ohne jegliche Akzeptanz für Abweichungen und Ausnahmen, das halte ich für sehr kleinkariert. Mein persönlicher Wunsch wäre es wenn eine Stadt München weniger engstirnig vorgehen würde. Viele Grüße ein Nachbar --SPR, 04-Apr-2009


Das gleiche Schauspiel
13-Mai-2009 in der Elisabeth-Kohn-Str. - rupf rupf - schnell war das von den Bewohnern geschmückte "Straßenbegleitgrün" weg... Ebenso heute auf dem Fahrradweg beim Rigoletto - da stand ein "eigenmächtig" gesetzter kleiner Kastanienbaum: weg... gleichzeitig wird wieder ordentich Erde aufs Loch gehäuft... Gleichzeitig verschwanden auch die "Verdunkelungsmanschetten" an den Straßenlaternen... Was tun??? --Bewohnerin, 13-Mai-2009

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