Glasfaseranschluss im Ackermannbogen #

Ab dem Sommer 2010 wurden im Ackermannbogen die Glasfaserkabel verlegt. Die Glasfaser sind ein Baustein für eine moderne Internetanbindung (ab 2011) und ein intelligentes Stromnetz(Smart Grid), das die notwendige Energiemenge reduzieren kann, aber Datenschutzprobleme aufwirft. Der Ackermannbogen ist in der Stadt München als einer der ersten Viertel dabei. Bei der Stadtwerke-Tochter M-NET kann man sich heute schon als interessierte Kunde für das schnelle Internet melden (>>>Mnet), aber auch andere Internet-Anbieter können diesen Anschluss nutzen.

Die Glasfaserkabelverlegung im Quartier ist wegen dem frühen Wintereinbruch noch nicht abgeschlossen#

19.2.11 Auf dem MittwochsTreff im Juni 2010 waren die Stadtwerke München eingeladen und haben über das Glasfasernetz in München berichtet. Die Erstverlegung im Rahmen der „fortlaufenden“ Glasfaserkabelverlegung ist kostenlos. Durch den Wintereinbruch hat sich die Verlegung im Quartier verzögert und wird im Frühjahr nun fortgesetzt. Dabei sollten die Eigentümer wissen, dass Ihre Zustimmung für diese Erstverlegung notwendig ist. Wenn keine schriftliche Zustimmung vorliegt, wird am betreffenden Grundstück vorbeigelegt. Wenn eine nachträgliche Verlegung gewünscht wird ist das kostenpflichtig und kann bis zu 3.000,- € betragen. Wer die Verlegung des Kabels wünscht und die Zustimmung noch nicht erteilt hat, kann noch rasch tätig werden. Hinweis: Mit der Verlegung des Kabels ist noch kein Anschluß vorhanden, es geht lediglich darum, dass die Möglichkeit geschaffen wird anzuschließen und das stellen die SWM kostenlos zur Verfügung solange sie nicht schon vor Ort waren. swm.de

Schnelleres Internet ab dem Frühjahr 2011 #

Ab dem Frühjahr 2011 will die Stadtwerketochter MNET auch die Telekomunikationsangebote im Quartier über die Glasfaserkabel anbieten. Die Glasfaser vervielfachen die Möglichkeit schnelle Datenpakete zu transportieren, 100 MByte-Leitungen bis zum Endkunden werden möglich. Das Ganze ist als "Open-Acess" angelegt. Auch die Kunden von anderen Anbieteren (Telekom, O2, Arcor, 1+1, ...) können dann das schnelle Internet nutzen. In der ersten Ausbaustufe wird jedoch nur eine Box neben dem Stromanschluss montiert. Für eine Datenübertragung muss zusätzlich ein Gerät eingebaut werden, das digitale Signale in optische Signale für die Glasfaser umsetzt.

Wendepunkt beim Telekomunaktionsanschluss #

Ab diesem Zeitpunkt wendet sich das Blatt schrittwiese: Für den Kommunikationsanschluss im Haus und der Wohnung ist dann hier nicht mehr die Telekom zuständig. Nach dem WEchsel auf einen Glasfaseranschluss müssen die Stadtwerke "den Schalter umlegen" wenn es zu einem Tarif- oder Anbieterwechsel kommt. Ob es dann schneller geht?

Neue Möglichkeiten der Kommunkation und Energieversorgung#

Die neuen Datenleitungen sind notwendig, weil der Gesetzgeber den Anspruch der Kunden auf eine monatliche verbrauchsgenaue Stromabrechnung geben will. Dafür allein hätte auch eine Kupferleitung genügt. Die Glasfaser sind aber darüber hinaus eine Infrastrukturmaßnahme, die es zusätzlich ermöglicht eine schnellere Datenleitung zum Kunden und zu Elektrogeräten aufbauen zu können. In der Zukunft soll zum Beispiel nicht nur nach Tag- und Nachtstrom unterschieden werden, sondern entsprechend der aktuellen Auslastung des Stromnetzes schwankender Strompreis möglich sein. Wenn zum Beispiel morgens um 6 Uhr mehr Strom im Netz vorhanden ist als notwendig, sinkt der Preis auf zum Beispiel 7 cent, die Gefriertruhe bekommt dies mitgeteilt und kühlt ihren Inhalt auf 5 Grad niedriger ab als notwendig. Dafür wird aber nicht mittags um 12 Uhr der Strom benötigt, wenn der Strompreis gerade bei 25 cent liegt. Damit sollen Verbrauchsspitzen gesenkt werden und die notwendige Energiemenge und die damit verbundene Umweltbelastung reduziert werden.

100.000 Mini-Kraftwerke in Wohnhäuser für den Atomausstieg - Aber nicht im Ackermannbogen#

Basierend auf dieser neuen Technologie gehen andere Energieerzeuger sogar dazu über, dezentrale kleine Blockheitzkraftwerke in den Kellern der Kunden zu stellen. Dies werden genau dann von Außen angesteuert, wenn gerade im Stromnetz dringend Strom benötigt wird. Die Überschüssige Wärme wird in einen Wärmespeicher gepumpt, die durchschnittliche notwendige Strommenge sinkt. Volkswagen und der Stromanbieter Lichtblick wollen bis zu 100.000 Mini-Kraftwerke in Wohnhäuser einbauen, mit der produzierten Energie zwei Atomkraftwerke ersetzen - und die Marktmacht der etablierten Energie-Konzerne brechen. Die Stadtwerke in München gehen diesen Weg bislang nicht. Im Ackermannbogen ist neben der Verwendung der Solarenergie nur die Verwendung Wärme aus dem Fernwärmenetz erlaubt.

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Datenschutzproblem beim Intelligenten Stromnetz ("Smart Grid")#

Wenn die privaten Haushalte mit ihren Elektrogeräten alle digital vernetzt sind, kann es aber auch zu Datenschutzproblemen kommen. Darüber können Hacker nicht nur feststellen, ob jemand zu hause ist, sondern auch ob jemand gerade duscht, oder ob er sein Essen mit dem Elektroherd oder der Mikrowelle zubereitet."

Ziel der Stadtwerke München bis 2015: Strom für alle privaten Haushalte nur aus regenerativer Energie#

Die Stadtwerke in München haben zusammen mit der rot-grünen Stadtratsmehrheit das Ziel bis 2015 alle privaten und bis 2025 auch alle gewerblichen Kunden nur mit Strom aus regenarativer Energie zu versorgen. Das Glasfasernetz ist ein Baustein dafür, ein andererer ist die Investion in Windparks (z.B. vor der Küste von Wales) un der Ausbau der Solardächer und in einem begrenztem Umfang auch der Wasserkraftwerke. Damit will die Stadt unabhängig von dem Strom aus den ungeliebten Atomkraftanteilen werden. Die Anteile sollen schon seit Jahren verkauft werden, es findet sich aber kein geeigneter Käufer.

Juni 2010: Die Bagger kommen #

Ab dem Juni 2010 werden im Ackermannbogen die Glasfaserkabel von der Stadtwerken München verlegt. Wie Herr Schellenberg von den Stadtwerken München auf dem Mittwochstreff am 2. Juni 2010 erklärte, stehen die Bagger schon bereit. In dem Gebiet der Therese-Studer-Studer-Straße war schon im Mai begonnen worden. Die Stadtwerke haben die Auflage bekommen, den Belag der Straßen wieder in der Qualität wie vor der Baustelle wieder herzustellen. Bis zum 30. September 2010 wird das Verlegen der Kabel in Schwabing-West abgeschlossen sein.

SWM-Presemeldung:

Kurzzeit-Baustellen in einigen Stadtteilen:#

Ausbau des Münchner Hightech-Glasfasernetzes Die SWM ebnen nicht nur der energetischen, sondern auch der digitalen Zukunft in München den Weg. Im vergangenen Jahr haben sie mit der flächendeckenden Erschließung der ersten Stadtteile mit einer High-Speed-Datenautobahn aus Glasfaser begonnen: In der Au, in Neuhausen und in Teilen des Westends können nun auch Privatkunden, Selbstständige und kleinere Betriebe von einem der schnellsten und modernsten Datennetze Europas profitieren. In diesem Jahr sollen weitere 8.000 Gebäude mit rund 85.000 Wohneinheiten in folgenden Stadtteilen folgen: Schwabing-West, der Bereich um die Arcisstraße, Gern Ost, Nymphenburg, Schwanthalerhöhe/Westend (bereits 2009 begonnen), Schlachthofviertel, Isarvorstadt, Ramersdorf Nord und Obergiesing. Die Bauarbeiten haben zum Teil bereits begonnen und laufen das ganze Jahr hindurch.
Bis 2013 ist in einem ersten Schritt der Anschluss von insgesamt 32.000 Gebäuden innerhalb des Mittleren Rings und damit der Hälfte des Münchner Wohnungsbestands geplant. Das moderne Glasfasernetz bietet ein Vielfaches der Leistungsfähigkeit der heutigen Standard-DSL-Technik und ermöglicht so neben der künftigen Nutzung „intelligenter“ Zähler auch völlig neue Online-Anwendungen. Die Glasfaserleitungen ermöglichen Datenübertragungsraten von bis zu 10.000 Megabit pro Sekunde und so das 200fache herkömmlicher Kupferleitungen. Für den Ausbau des Glasfasernetzes stellen die SWM rund 150 Millionen Euro bereit. Eine Investition nicht nur in den Wirtschaftsstandort München, sondern auch in die Lebensqualität. Und aufgrund der vielfachen Vorteile wird die Anbindung an das Glasfasernetz schon bald zu einem maßgeblichen Kriterium für die Attraktivität einer Immobilie werden.
Rasche Arbeiten, geringe Belästigung der Anwohner. Die örtlichen Bauarbeiten gehen sehr rasch vonstatten: in einem ersten Schritt werden die Gehsteigplatten auf einer Länge von rund 50 Metern aufgedeckt, dann das Kabel verlegt und zu guter letzt der Gehsteig wieder geschlossen. In der Regel dauert es drei Tage, dann zieht die Kolonne weiter. Alle Betroffenen werden von den SWM frühzeitig und umfassend informiert. Neben einem umfangreichen Informationsangebot im Internet (www.swm.de) haben sich die SWM im Vorfeld mit den Hauseigentümern in Verbindung gesetzt. Außerdem erhalten die betreffenden Haushalte vor Beginn der Bauarbeiten einen Flyer in ihren Briefkasten, der alles Wissenswerte über das Projekt enthält.

Zum Weiterlesen#

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