Familienbericht 2011 der Stadt München: Leitprojekt im Ackermannbogen#
In dem am 18.2.2011 vorgestellten Familienbericht der Stadt München wird der Ackermannbogen erneut als familienfreundlich bewertet. Dies ist ein Ergebnis des Leitprojekts „Kinder- und familienfreundliches Wohnen“
Leitprojekt Kinder- und familienfreundliches Wohnen #
Mit dem Leitprojekt „Kinder- und familienfreundliches Wohnen“ der Leitlinie Kinder- und Familienpolitik wird der in München seit Jahren beschrittene Weg fortgesetzt – nach neuen familienorientierten Wegen zu suchen, um Familien in der Stadt zu halten und zu gewinnen und zu einem ausgewogenen Verhältnis zwischen jungen und älteren Stadtbewohnerinnen und -bewohnern beizutragen. Im Rahmen des Leitprojekts fanden bisher zwei Untersuchungen statt, die zum einen zentrale Aspekte des Wohnens, der Wohnumfeldgestaltung und der Quartiers-Stadtteilversorgung sowie der Wohnberatung in der praktischen Umsetzung zum Gegenstand hatten. Die zentralen Ergebnisse der beiden Untersuchungen werden im Folgenden kurz dargestellt.Untersuchung Teil 1: #
Durchführung einer quartiersbezogenen Untersuchung von familienfreundlichen Strukturen Die Ergebnisse der Befragung zu Familienfreundlichkeit zeigen große Unterschiede zwischen den untersuchten Wohnquartieren Ackermannbogen (Neubaugebiet), Milbertshofen (abgeschlossenes Sanierungsgebiet) und Neuaubing (Altbestand), die darauf verweisen, dass familienfreundliche bauliche Maßnahmen und Strategien die Zufriedenheit bzw. das Leben von Familien wesentlich positiv beeinflussen und z.B. im Quartier Ackermannbogen wohl recht gut an den Bedürfnissen von Familien orientiert wurden. Zufriedenheit mit den familienfreundlichen Strukturen.So sind im Ackermannbogen 90% der Familien zufrieden/sehr zufrieden mit der Kinder- und Familienfreundlichkeit allgemein – die Lage und die Qualität des nachbarschaftlichen Zusammenlebens sind hier die Hauptfaktoren (viele Kinder, Familien, Vernetzung ohne Unterstützungsnotwendigkeit). Auch die Bereitstellung energiesparender Maßnahmen sowie die Faktoren Ruhe und Privatheit sind wichtige Aspekte bezüglich der Zufriedenheit. Allerdings weisen die Ergebnisse auch auf Verbesserungsbedarf hin: 30% der Befragten sind mit den gebotenen individuellen Rückzugmöglichkeiten in der Wohnung unzufrieden.
In Milbertshofen sind zwei Drittel der befragten Familien sehr zufrieden/zufrieden – v.a. mit dem vorhandenen Netzwerk, der Nachbarschaft und mit der Wohnung/Wohnanlage. Unzufriedenheit wird hier z.B. bezüglich der Mietpreise sowie des Wohnumfelds geäußert. In Neuaubing hingegen sind nur 30% sehr zufrieden//zufrieden. Hier stehen vor allem Probleme im nachbarschaftlichen Zusammenleben, der Zustand des öffentlichen Raums und der Aufenthalt von Jugendlichen im Vordergrund der Unzufriedenheit.
Rahmenbedingungen als zentraler Faktor zur Zufriedenheit mit dem Wohnumfeld#
Die Ergebnisse der Studie weisen darauf hin, dass die Rahmenbedingungen verantwortlich für die Zufriedenheit von Familien sind – die Bedarfe der Familien in den unterschiedlichen Quartieren sind sehr ähnlich. So gibt es diesbezüglich auch kaum Unterschiede bei der Berücksichtigung von Migrationshintergrund oder Geschlecht. Die Ergebnisse weisen auf zentrale Rahmenbedingungen hin, die zukünftig bei familienfreundlichem Wohnen berücksichtigt werden sollten: so z.B. die zentrale Bedeutung von Grünflächen und Parks, die Notwendigkeit von genügend Abstellraum, die mögliche Einsicht der hausnahen Flächen, wo die Kinder spielen oder das Möglichmachen von Vernetzung, z.B. durch Bewohnertreffs.Zum Weiterlesen#
- München.de:
- Vorstellung des Familienberichts 2011
- Familienbericht 2011: Text
und Zahlen und Fakten
- Vorstellung des Familienberichts 2011
- Bewohnertreffs im Ackermannbogen: Nachbarschaftsboerse des Ackermannbogen e.V.
- Presseschau mit dem Bericht bei Flensburg-Online
und Münchner Wochenanzeiger (23.2.11)
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