ExWoSt – Was ist das denn?#
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Seit 15 Jahren gibt es beim Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) das Forschungsprogramm „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau“, kurz ExWoSt In diesem Forschungsprogramm werden neue, zukunftsrelevante Forschungsfelder eingerichtet. Die Ergebnisse werden hinsichtlich ihrer Übertragbarkeit auf vergleichbare Vorhaben in anderen Kommunen untersucht und ausgewertet. Ein wichtiges Kriterium ist ihre politische Relevanz für die Bau- und Raumordnungsgesetzgebung. Anwendungsorientierte Forschung als Mittel der Politikberatung nennen die Experten das.
Im Sommer 2006 wurde im Rahmen dieses Forschungsprogramms das Forschungsfeld „Innovationen für familien- und altengerechte Stadtquartiere“ neu eingerichtet und mit Mitteln für Forschung und Investitionen ausgestattet. „Kern des Forschungsfeldes ist es, innerstädtische Quartiere als Wohnstandorte und Erlebnisraum lebenswert zu gestalten. Durch Stärkung der Standortqualitäten soll die Attraktivität der Stadtquartiere erhöht werden. Besonderes Anliegen ist es, räumliche Bedingungen dafür zu schaffen, dass Familien in den Städten wohnen bleiben und ältere Menschen die Qualitäten städtischer Quartiere schätzen und wieder entdecken.“ (Quelle
). Dafür werden Modellvorhaben finanziell und fachlich unterstützt, um beispielhafte Konzepte in vorbildlichen Projekten durch konkrete Maßnahmen umzusetzen.
Bewerbung mit Erfolg und Folgen
Da für das Quartier am Ackermannbogen viele der Bewerbungskriterien zutrafen, bewarben sich der Verein Ackermannbogen e.V. (ehem. wagnis e.V.) und die Wohnbaugenossenschaft wagnis eG gemeinsam und kurz vor Bewerbungsschluss im Sommer 2006 auf das Themenfeld „Gemeinschaftseinrichtungen im Quartier“. Aufgrund der Kurzfristigkeit war es nicht mehr möglich, eine für so ein Vorhaben eigentlich sinnvolle breite Beteiligung interessierter NachbarInnen bei der Festlegung von Förderprojekten zu organisieren. So überlegten die Vorstände gemeinsam mit einigen seit Jahren sehr engagierten NachbarInnen, für welche gemeinschaftsfördernden Vorhaben eine Finanzierung als Modellprojekt (Laufzeit bis Herbst 2009) beantragt werden sollte. Hier der Steckbrief des Projekts
Nachbarschaft zum mitmachen#
Für alle drei Bereiche gilt: Sie sind für alle NachbarInnen im Quartier gedacht. Jede/r ist willkommen, sich aktiv und konstruktiv einzubringen in diese spannenden und zukunftsträchtigen Bereiche, von denen wir alle profitieren (werden).Im Herbst 2008 wurden die Wünsche der Bewohnern im Ackermannbogen in in einer 2. Blitzumfrage abgefragt. Die Ergebnisse fließen bei der weiteren Ausgestaltung des Projekte einfließen.
ExWoSt-Sondergutachten Barrierefreie Stadtquartiere#
Im Rahmen vom experimentellen Wohnungs- und Städtebauprojekts 2009 gibt es ein Sondergutachten für Barrierefreie Stadtquartiere. Das Büro der NachbarschaftsTreffs hat aus eigenen Beobachtungen einen ersten Entwurf für das Quartier Ackermannbogen gemacht.Die Auflistung der identifizierten Barrieren bzw. Lösungen im Quartier Ackermannbogen hat nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, und ist ein Versuch die Situation objektiv darzustellen. Diese können hier ergänzt werden >>>
Kontakt:
Achim Brezowsky, Heidrun Eberle, Manfred Drum, Reiner Schmidt, Martin Ottensmann
Die 3 Module im Ackermannbogen:#
Modul 1: Quartiersvernetzung #
Die Quartiersvernetzung besteht aus mehreren Bausteinen.- Das Raumbuchungssystem
des Nachbarschaftsbüros wird erweitert. Im Internet können nun nicht die Raumbelegungen der Nachbarschaftbörse im Rosa-Aschenbrenner-Bogen, sondern nun auch der Bewohnertreff2, der Gemeinschaftraum im Haus Olymp und diverses Material (Beamer, etc.) eingesehen werden. Eine Gruppe von Personen verwaltet hier gemeinschaftlich die Resourcen. Die Ausweitung auf die 3 wagnis Gästeappartements ist angedacht.
- Zum Thema Intranet gibt es erste Kontakte mit der Initiative Freifunk.
- Lernorte mit neuen Medien sind im Haus Olymp(Elisabeth-Kohn-Straße 29) und im Tiefgaragen-Projekt im Haus Rigoletto(siehe Modul 3).
- In einm Jugend-Multimedia-GeoInformations-Projekt wird mit neuen Medien im Ackermannbogen mit Jugendlichen gearbeitet.
Modul 2: Spiel- und Kulturpasssage #
Die wichtigste Ausstattung mit Bühnentechnik war im ersten Halbjahr 2007 geschafft, so dass die Eröffnung am 1. Juli, dem 2. Geburtstag der wagnis-Projekthäuser, gefeiert werden konnte. Alt und Jung haben an den Veranstaltungen engagiert mitgewirkt oder teilgenommen. Singspiel, Theater, Pantomime, Konzert oder auch künstlerische Experimente haben letzten Sommer mit und vor begeisterten NachbarInnen statt gefunden. Windschutzplanen sorgten für angenehmen Aufenthalt bei jedem Wetter. Auch die Bäume und Sträucher auf der Grünfläche wurden in einem Freilichttheater zum Bühnenbild. Ein Kulturteam sorgt für leicht handhabbaren Gebrauch der Technik, für eine Abstimmung des neuen Programms zwischen den Akteuren und den Mitbewohnern. Projektleitung: Manfred Drum.Modul 3:Teilumbau Tiefgarage im Haus Rigoletto #
3D-Perspektiven zum herunterladen#
Modul-7 Medienwerkstatt für Jugendliche im Medienraum der KreativGarage#
Modul 8 Schallschutz-Experiment im Speisecafé Rigoletto Abgeschirmt#
Vor einem Münchner Café stehen seit kurzem Schirme, die allerdings nicht die Gäste vor Sonne schützen, sondern die Anwohner vor Lärm. Ein deutschlandweit einzigartiges Schallschutz-Experiment. Es ist das 8 Experiment im Rahmen des Wohnungs- und Städtebaus im Ackermannbogen. Das Projekt wird auch am 28. Juni 2011 in Berlin auf der Tagung "Innovationen für familien- und altengerechte Stadtquartiere" als Abschlussveranstaltung "Stadtquartiere ohne Barrieren" von Sabine Pour(Speisecafé Rigoletto) in Berlin vorgestellt. bbsr.bund.de (ExWoSt)
- Ellen Draxel berichtet in der SZ am 30.5.
. Sie auch Presseschau.
- Sondergutachten BarrierefreieStadtquartiere
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