Ackermannbogen: Neuer Ärger um Supermarkt

Unbekannte Auswirkungen

Lokalpolitker fordern Prüfung verschiedener Standorte

Von Ellen Draxel(©)

München, 28 Juni 2007: Die Diskussion um den geplanten Supermarkt am Ackermannbogen reißt nicht ab. So hat der Bezirksausschuss Schwabing-West kürzlich das Thema erneut auf die Tagesordnung gesetzt. Die SPD-Fraktion hatte einen Antrag zur Abstimmung gestellt, der exakte Daten zu den verschiedenen Standortvarianten fordert. Die CSU votierte dafür, Grüne und FDP waren dagegen – blieben aber in der Minderheit.

Vom Ergebnis erwarten sich die Stadtteilpolitiker Zahlen für „die tatsächlich zu erwartenden Verkehre”, wie es in dem Papier heißt. Je nachdem, ob der Vollsortimenter in der Mitte des Viertels, westlich des Zentrums oder im Süden an der Schwere-Reiter-Straße gebaut werden würde, sähen die Daten anders aus. Die Aussagen sollten sich nicht nur auf den Autoverkehr, sondern auch auf die Fußgänger und Radfahrer beziehen, die dort zum Einkaufen hinkommen müssten. Geklärt werden soll außerdem, „welchen Einfluss die Standorte auf die zukünftige Infrastruktur in Westschwabing” haben würden. Man befürchtet, dass der neue Supermarkt Kaufkraft aus großen Teilen von Schwabing-West abziehen könnte – vor allem aber aus dem Gebiet um den Hohenzollernplatz.

Grob geschätzte Daten sind bereits seit dem Hearing im Stadtrat Ende März bekannt, berechnet im Rahmen einer Marketingstudie. „Wir brauchen konkrete Zahlen, die nicht von irgendeiner Lobby aufgestellt wurden”, erläuterte Johannes Leuschner (CSU) den Grund für den erneuten Antrag. Dazu merkte Moritz Ostwald (FDP) frustriert an: „Wenn jetzt die Zahlen, über die wir dreimal abgestimmt haben, plötzlich nicht mehr stimmen sollten, dann verschwende ich hier meine Zeit.”

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