Centa Herker #
Centa Herker (* 12.03.1909 in München, † 19.08.2000 in München) Die Tochter einer Arbeiterfamilie heiratete 1930 den KPD-Reichstagsabgeordneten Hans Beimler. Im Rahmen der "Sippenhaft" war sie von 1933 bis Kriegsende insgesamt viereinhalb Jahre inhaftiert. Seit 1925 war sie in der KPD politisch aktiv.
Nachdem ihr erster Mann, der Reichstagsabgeordnete Hans Beimler, im Spanischen Bürgerkrieg gestorben war, heiratete sie 1945 Hans Herker. Nach der Befreiung beteiligte sie sich mit ihrem Mann am Wiederaufbau der KPD in München. Später engagierte sie sich in der DKP und der Friedensbewegung. Centa Herker-Beimler starb 81-jährig in einem Altersheim für Freigeistige und NS-Verfolgte in Bayern.
Nach Ihr wurde der Centa-Herker-Bogen im Ackermannbogen benannt.
Hommage an Centa Herker-Beimler zum 100. Geburtstag#
- Am Montag, den 16. März 2009 veranstaltet der Club Voltaire zusammen mit den VVN-BdA im Theater im Fraunhofer (Frauenhoferstraße 9 , U2 Fraunhofer) eine Gedenkveranstaltung. Ab 20 Uhr wird er Film "Halt duch, Dirndl!" gezeigt, Eine Dokumentarfilm von Carin Braun aus dem Jahr 1983, sie zeigt eine Familiengeschichte aus dem bayerischen Widerstand.
Zum weiterlesen:#
- KZ-Gedenkstätte Moringen
- Veröffentlichung: Herker-Beimler, Centa, Erinnerungen einer Münchener Antifaschistin. Aufgeschrieben und bearbeitet von Friedbert Mühldorfer, herausgegeben von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der AntifaschistInnen / Kreis München, München 1999.
Kommentare:#
Eine Straße nach einer Kommunistin zu benennen, die illegal die DKP weitergeführt hat, ist schon ein starkes Stück. Mein Opa ist in einem kommunistischen Straflager ums Leben gekommen und in Deutschland werden Straßen nach entsprechenden Sympathisanten benannt. Widerwärtig.
--unbekannter Gast, 04-May-2008
Der Kommentar ist widerwärtig.
1. Die DKP war nicht illegal.
2. Alle Kommunisten in Sippenhaft zu nehmen für Straflager ist genauso unsinnig wie alle Kapitalisten für widerrechliche US-Gefangenenlager in der Guantánamo-Bucht.
3. Sind die Kommunisten ebenso Opfer vom NS-Regime gewesen wie Juden, Aufrechte Christen, Gewerkschafter oder Behinderte. Das wurde nur zu häufig in der Westdeutschland vergessen.
4. Habe ich das Vergnügen gehabt Centa Herker-Beimler noch kennenzulernen, Sie hat es - wie Andere - dass wir Ihr so gendenken. Sie war keine Sympathisantin von Verbrechen.
5. Um Ihren Opa tut es mir leidt, aber: War er wirklich unschuldig bei den Kriegsverbrechen der Deutschen?
Martin Ottensmann, Nicht-Kommunist. 21.6.2008
--Kommentar fuer denn unbekannten Gast vom 04 May 2008:
Mann sollte nicht mit Steinen werfen und sich ueber etwas aufregen wovon man keine Ahnung hat (wie man in Ihrem Text erkennen kann). Ich hatte die EHRE Frau Centa Herker-Beimler persoenlich zu kennen. Wer Centa kannte weiss was fuer eine grossartige Dame sie war. Eine Frau mit grossem Herz. Meine Oma und Centa waren sehr gute Freunde und ich werde "CENTA HERKER-BEIMLER" immer in meinem Herzen durch mein Leben nehmen insbebesonders die vielen Geschichten von damals und die Weisheiten die Sie mir gelehrt hat. All dies hilft mir Heute mein Leben mit mehr Verstand und Stolz zufuehren. Ich bin Deutsche habe aber nicht in der Zeit des Krieges gelebt. Aber trotzdem wird auch auf uns noch mit Fingern gedeutet. Ja es war schlimm damals und viele, viele unschuldige Menschen mussten Ihr Leben geben fuer nichts. Aber es sind die Menschen die ueberlebten, sowie Centa Herker-Beimler die der Jugend von Heute helfen die damalige Zeit besser zu verstehen und zu verdauen.
--Ich bin Stolz Frau Centa Herker-Beimler in meinem Leben gehabt zu haben--Manuela--02.12.2008.