Bürgerversammlung 2008:

Ackermannbogen wieder emotionaler Höhepunkt
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>> siehe auch: Stadtteil-Reporterin Ellen Draxel berichtet über Bügerversammlung Schwabing-West

Die Bürgerversammlung 2008 im Stadtbezirk Schwabing-West am 9. Oktober im Pfarrsaal der Kreuzkirche war geprägt von der lebhaften Debatte um den Ackermannbogen, mit der Integration des Supermarkts im 4. Bauabschnitt. Die spannenden Themen des neuen Quartiers rissen aber nicht alle Bewohner im gut gefüllten Gemeindesaal mit. So kam es bei den Wortmeldungen der "Neu-Schwabinger" oftmals zu kleinen Aufruhen "schon wieder Ackermannbogen". Die Pressebank war gut gefüllt, weil nicht nur die schreibende Zunft darauf gespannt war, wie die Entscheidung am Vortag im Stadtrat den Supermarkt nun doch in die Mitte zu bauen von den Bürgern aufgenommen wird.

Bürgersprechstunde #

Von 18 bis 19 Uhr standen Vertreterinnen und Vertreter aus folgenden Bereichen interessierten Bürgerinnen und Bürgern Rede und Antwort:
  • Baureferat- Gartenbau und Tiefbau,
  • Bauzentrum, Kreisverwaltungsreferat - Straßenverkehr,
  • Münchner Verkehrsgesellschaft-Öffentlicher Nahverkehr,
  • Polizeiinspektion, Stadt-Information
  • der Bezirksaussschuss-Vorsitzender Dr. Walter Klein.

Bericht der Stadt von Sigi Benker#

Weil die Bürgermeisterin Christine Strobl erkrankt war, führte der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Stadtrat die Sitzung. Im Mittelpunkt stand der Umbau des Klinikum Schwabings, der Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen und die Entwicklung der Neubaugebiete

Bericht vom Bezirksauschuss Schwabing-West#

Der BA-Vorsitzende Dr. Walter Klein berichtete über die Arbeit des BA 4 im letzten Jahr. Neu ist die Einrichtung von Ausschüssen nach der Kommunal-Wahl 2008. Auf diese Neuerung hatten die Grüne BA-Fraktion schon lange hingedrängt, um den Informationsfluss zu verbessern, Verantwortlichkeiten neu zu strukturieren, damit nicht alles nur über den BA-Vorsitz laufen muss. Dr. Klein reduzierte bewusst den Anteil zum Ackermannbogen in seinem Vortrag auf 10%. Er stellte mit Hilfe von exemplarischen Bildern Grundsätze der Entscheidungen im BA dar. Dabei ging es um die Radwegführung im Bereich der Karl-Theodor-Straße und Regeln bei der Vergabe von Freischankflächen. Klein informierte über die Parklizenzgebiete Winzererstrasse und Barbarastraße, die am 2. November 2008 in Betrieb gehen. Ein weiteres Gebiet nördlich der Ackermannstraße ist in der Planung. Im Jahr 2009 soll es ein Kulturfest im Ackermannbogen und im benachbarten Schlosszelt geben.

Danksagungen und Emotionen zum Thema Supermarkt#

Zu Beginn der Aussprache bedankte sich der Antragsteller des Antrages zum Supermarkt bei der Bürgerversammlung 2007 bei den Beteiligten für den Richtungswechsel zu einem Supermarkt in der Mitte und sagte, es wär ein Zeichen für das Funktionieren unserer Demokratie, dass man mit einer Antrag auf der Bürgerversammlung noch etwas ändern könne. Gleich bei den nächsten Wortmeldungen kam einer der diesmal Überstimmten zu Wort und erhielt Applaus für seine Kritik an Dr. Klein, dem er vorwarf, er habe, nachdem die heiße Phase der Auseinandersetzung abgeschlossen schien, ohne eine öffentliche Auseinandersetzung in Zusammenarbeit mit der Verwaltung die Entscheidung auf der Stadtebene gekippt. Nachdem er Dr. Klein auch noch vorwarf, er habe damit die Demokratie gebeugt, griff Sigi Benker ein, der das Vorgehen von Dr. Klein als legitim bezeichnete. Insgesamt zeigten aber beide Lager großes Interesse daran, nun konstruktiv auf der Sachebene über die Ausgestaltung am neuen Standort weiterzudiskutieren. Nach der Sitzung zeigte sich der Sitzungsleiter Benker davon überrascht, er hatte eine noch heftigere Auseinandersetzung erwartet.

MilGeo Bebauungsplan #

Das Gebäude des ehemaligen Militärischen Geographischen Verlags (MilGeo) soll abgerissen und durch eine Wohnbebauung in 2 dreigeschossigen Häusern ersetzt werden. Es sollen 2 kleine Platzsituationen entstehen: Jeweils im Nord-Osten (zum Kindergarten hin) und im Süd-Westen (in Richtung Einfahrt Rosa-Aschenbrenner-Bogen.

Bürgeranträge #

Supermarkteinbindung im Ackermannbogen#

Nachdem der Stadtrat am Vortag Fakten bezüglich des Standorts geschaffen hatte, wurden von der Bürgersammlung jeweils mit großer Mehrheit Rahmenbedingungen eingefordert, die die Auswirkungen der Entscheidung für die direkten Anwohner stadtplanerisch abfedern sollen:
  • Das Gebiet soll als "Allgemeines Wohngebiet" ausgewiesen werden, in dem nur Einkaufsmöglichkeiten und Gewerbe erlaubt sind, die auf die Bewohner des Wohngebiets ausgerichtet sind. Das sind 1.200 m² Geschossfläche, die Möglichkeiten für 800-900 m² Verkaufsfläche geben. Das entspricht dem Stadtratsbeschluss, und ist in den aktuellen Planungsunterlagen auch so eingetragen. (Antrag von Gerhard Groß)
  • Die Straße nach der Einfahrt zum Supermarkt soll als verkehrsberuhigte Spielstraße (analog der drei westlichen Bögen) ausgewiesen werden (Antrag von Gerd Schnaars).
  • Die Zufahrt zum Supermarkt soll mit Bäumen bepflanzt werden (Antrag von Christiane Feuser).

Ampelschaltung Schleißheimerstraße auf der Höhe Herzogstraße#

Die Grünphase für Fußgänger soll in Ost-West-Richtung auf mindestens 30 Sekunden verlängert werden. Zur Zeit beträgt die Zeit zur Überquerung der 4 Autospuren und dem Grünstreifen mit Trambahnlinie gerade mal 14 oder 20 Sekunden. Diese Zeit reicht für Kinder oder Gehbehinderte nicht, um in einer Ampelschaltung über die komplette Straße zu kommen. Die Kreuzung gehört für viele Kinder zu ihrem Schulweg. (Antrag von Petra Wanckel)

Stadtwald im Ackermannbogen hundefrei#

Der Stadtwald im Ackermannbogen soll hundefrei werden um als Kinderspielfläche und Liegewiese genutzt werden zu können.

Zum weiterlesen #

Presse-Berichte von der Bürgerversammlung 2008:#

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