Bezirkausschuss sieht im Ackermannbogen 4. Bauabschnitt Raumbedarf für weiteren Bewohnertreff#
In einem Brief an das Wohnungamt schreibt der BA-Vorsitzende Klein im Dezember 2010:#
Der Bezirksausschuss 4 Schwabing-West beantragt einstimmig, im derzeitigen Planunungsstadium des 4. Bauabschnitts im Ackermannbogen die räumlichen
Voraussetzungen für die Einrichtung eines Bewohnertreffs zu schaffen. Wir bitten Sie daher, den entsprechenden Raumbedarf zu berücksichtigen.
Weiterhin muss angesichts der zeitlich gestreckten Bebauung des Ackermannbogens eine Lösung bez. der zeitlich begrenzten Förderung des
Bewohnertreffs gefunden werden: Der BA hält es für unbedingt nötig, dass auch für die ersten drei Jahre nach Erstellung des letzten Bauabschnit ts dort
ein funktionierender Bewohnertreff zur Verfügung steht. Aufgrund der bisherigen Erfahrung mit der Erreichbarkeit und Aktivierbarkeit
von schwierigeren Bewohnergruppen in Abhängigkeit von der Entfernung vom Standort des Bewohnertreffs sollte der neue Standort für die Anwohner zentral
erreichbar sein. Wichtig ist ein niederschwelliges Angebot für die Bürgerinnen und Bürger.
Es geht dem BA jedoch auch darum, dass ein solcher Bewohnertreff nicht nur auf die Sozialwohnungen im Zentrum ausgerichtet ist, sondern mit seinem Angebot alle Bewohner im neuen Bauabschnitt anspricht, sodass eine Gemeinschaft in der neuen Bewohnerschaft entstehen kann. Die Bauträger der öffentl ich geförderten Wohnungen im Zentrum des 4. Bauabschnitts (GWG und GEWOFAG) signalisierten in der Sitzung des BA- Vorstandes am 06.12.2010 ihre Bereitschaft, einen Bewohnertreff in unmittelbarer Nähe zu den Wohnungen auf 70 bis 100 m² Fläche mit einzuplanen.
Auf der Ostseite des Gebäudekomplexes (GEWOFAG) wäre dies im Erdgeschoss etwa im Bereich der Busdurchfahrt vorstellbar. Auf der Westseite (GWG) wäre es wegen der für den Supermarkt benötigten Fläche etwas schwieriger, eine solche Fläche in zentraler Lage zu finden. Die GWG lehnt die Forderung des BA trotzdem nicht ab. Wichtig wäre es allerdings für beide Bauträger, so früh wie möglich den Bewohnertreff in die Planung miteinbeziehen zu können.
Sozialreferat begrüßt weitere Bewohnertreffs und empfielt Kooperation mit dem Ackermannbogen e.V.#
In dem Antwortschreiben vom 8.3.2011
teilt das Sozialreferat mit: „Mit der Errichtung im geförderten Mietwohnungsbau, als geförderte Eigentumsmaßnahmen, Wohnungen im München Modell und freifinanzierter Wohnungsbau ist eine ausgewogene Sozialstruktur zu erwarten.“ Deshalb ist seitens des Sozialreferates zwar beabsichtigt, die Laufzeit der personellen Ausstattung mit einer hauptamtlichen Kraft in den beiden bisherigen Standorten der NachbarschaftsTreffs des Ackermannbogen e.V. in der Elisabeth-Kohn-Straße und am Rosa-Aschenbrenner-Bogen auf weitere drei Jahre zu verlängern. Der Bedarf für die Erstellung von Räumen im Teileigentum wurde jedoch nicht gesehen, da am Ackermannbogen bereits auf ein Raumnetzwerk mit den beiden schon vorhandenen Treffs und der KulturGarage zurückgegriffen werden kann.Sollten darüber hinaus durch die städtischen Wohnbaugesellschaften GEWOFAG und/oder GWG Räume für eine nachbarschaftl iche Nutzung zur Verfügung gestellt
werden, so wird das seitens des Sozialreferates ausdrückl ich begrüßt.
Es wäre mögl ich, dass die Räume durch den bisherigen Träger Ackermannbogen e.V. in die Nachbarschaftsarbeit einbezogen werden, wenn diese in Public Private
Partnership von der Wohnbaugesellschaft mietfrei zur Verfügung gestellt werden. Im Gegenzug bietet die Landeshauptstadt München an, die Finanzierung der Betriebs-
und Nebenkosten sowie die Personal- und Maßnahmekosten zu übernehmen.
Die Nachbarschaftsarbeit aktiviert die Bürgerinnen und Bürger, unterstützt sie im Rahmen der Eigeninitiative und bringt Projekte zum Laufen. Angebote und
strukturel le Ergänzungen in der Kinder - und Jugendarbeit können durch vorhandene Institutionen ergänzt und erweitert werden. Die Bedarfsabstimmung, Vernetzung und
Koordination der Angebote können wiederum von der Quartierbezogenen Bewohnerarbeit übernommen werden.
Der bisherige Träger der NachbarschaftsTreffs, der Ackermannbogen e.V., könnte die Verwaltung und Raumvergabe organisieren sowie zentraler Ansprechpartner für
Fragen und Anregungen sein. Damit wird die Arbeit von einem etablierten und eingearbeiteten Träger vor Ort übernommen, der die neuen Räume gut in bereits
vorhandene und sehr gut funktionierende Netzwerk- und Angebotsstrukturen integrieren kann.
Zudem wäre es möglich, auf einen großen Pool ehrenamtl icher Kräfte zurückzugreifen, die Brücken für die neue Bevölkerung bauen und diese in das
Quartiersleben integrieren können.
Die Räume könnten dann als Versammlungs- und Veranstaltungsort genutzt werden und das Raumangebot am Ackermannbogen sinnvoll ergänzen. Um Synergieeffekte
zu nutzen, verbliebe die zentrale Anlaufstelle wie bisher am Rosa-Aschenbrenner-Bogen. Soziale Einrichtungen und Angebote könnten in die Nutzung der neuen Räume
einbezogen werden.
Aufgrund der Empfehlung des Bezirksausschusses wird das Sozialreferat Kontakt mit den beiden genannten Wohnbaugesellschaften GWG und GEWOFAG aufnehmen und
die signalisierte Bereitschaft für die Erstellung von Räumen für die Quartierbezogene Bewohnerarbeit auf Machbarkeit hin überprüfen und das weitere Vorgehen darauf
abstimmen.
Bisheriges Angebot an Bewohnertreffs trägt zur Attraktivität des Quartiers bei#
Bisher bestehend diese Bewohnertreffs der Nachbarschaftsbörse: In der Elisabeth-Kohn-Straße 15(EKS15) und im Rosa-Aschenbrenner-Bogen(Rabo9) mit der KreativGarage. Zusätzlich gibt es den Gemeinschaftsraum im Haus Olymp und die Bauwagen am Deidesheimer Anger und am Bolzplatz. Angedacht ist auch der Jugendtreff in der neuen Hauptschule.