| Autor |
Beitrag |
![[Post New]](/forum/templates/default/images/icon_minipost_new.gif) 01.06 2009 14:02:43
|
cdold
Beigetreten: 01.06 2009 13:00:54
Beiträge: 1
Offline
|
Die Lampen im südlichen Teil des ersten Bauabschnitts (NEST, Wagnis) sind seitlich nicht abgeschirmt und beleuchten somit nicht nur die Verkehrsflächen, sondern auch die Balkone, Terassen und Zimmer vor allem im Erdgeschoss und im ersten Stock. Ich bin selbst stark davon betroffen und habe mich für bessere Lösungen engagiert. Hier ein Zwischenstand.
Ich wohne im NEST-Passivhaus im ersten Stock. Seit die Lampen für die Beleuchtung des Fussgänger- und Radwegs südlich unseres Hauses in Betrieb genommen wurden, hab ich Flutlicht auf dem Balkon und muss meine Vorhänge schliessen, um überhaupt halbwegs dunkle Innenräume zu bekommen. Weil ich gerne auf dem Balkon schlafe und der festen Überzeugung bin, dass es technische Lösungen gibt, die sowohl den Interessen der Verkehrssicherheit als auch denen von Leuten wie mir entspricht, die sich freuen wenn es in der Nacht dunkel ist, habe ich mich erstmals im Dezember 2007 an die Stadtverwaltung gewandt.
Trotz einer Begehung und mehrerer Zusagen von unterschiedlichsten Zuständigen hat sich dann ein Jahr lang nichts getan. Das hat mich geärgert, insbesondere weil in der Lampe an der Abzweigung nach Süden wohl versehentlich ein grelleres Leuchtmittel eingesetzt wurde als bei den anderen Lampen. Dies hat die Lage zusätzlich verschärft. Nichtmal dieses Leuchtmittel haben die Zuständigen von der Stadt austauschen lassen.
In den Gesprächen wurde deutlich, dass es einen Planungsfehler gab. Es gibt für die jetzt installierten Lampen Abschirmbleche, die das Licht vollständig auf einer Seite abschirmen. Diese können nicht verwendet werden, weil sich unser Haus auf der gleichen Seite wie der Radweg befindet. Somit würde der Radweg mit abgeschirmt werden. Stünden die Lampen auf der anderen Seite des Weges, könnten ganz einfach diese Abschirmbleche eingeschoben werden und das Problem wäre gelöst.
Dann besteht noch die Möglichkeit, andere Lampen aufzustellen (s. Bild). Das würde die Lage verbessern, da aber auch diese Lampen nicht seitlich abgeschirmt sind, ist es wieder keine voll befriedigende Lösung.
Besonders ärgerlich finde ich , dass die Stadt keine Lampen im Programm hat, die nur in einem gewissen Winkel nach seitwärts unten strahlen, so dass der Radweg beleuchtet werden kann, die umstehenden Häuser aber nur indirektes Licht abbekommen. Zwischen Radweg und Haus ist bei uns soviel Platz, dass das Problem technisch leicht zu lösen wäre.
Deshalb habe ich mich selbst daran gemacht. Aus Zip-Plastiktüten, weißem Karton und Kabelbindern habe ich Abschirmungen gebastelt und angebracht, die die Beleuchtung des Radweges nur unwesentlich verschlechtert haben (mein subjektiver Eindruck), gleichzeitig aber das direkte Licht von den Häusern fern gehalten haben. Zudem waren die Abschirmungen so unauffällig, dass sie sogar ästhetisch relativ vertretbar waren. Eigentlich wollte ich damit der Stadt nur demonstrieren, dass eine Lösung die alle Interessen berücksichtigt technisch kein Problem darstellt. Nachdem ich aber so begeistert von der Abschirmung war und die Abschirmungen kaum aufgefallen sind, habe ich beschlossen, mich nicht wieder bei der Stadt zu melden, sondern das so zu belassen. Schließlich kamen auch zwei "Folgeaufträge" aus der Nachbarschaft. Weil wie gesagt der Radweg immer noch ordentlich beleuchtet war, halte ich diese Vorgehen immer noch für vertretbar. Alle von mir angebrachten Abschirmungen sind zudem leicht und ohne bleibende Beschädigung an den Lampen zu demontieren.
Nun hat ein Anwohner sich bei der Stadt darüber beschwert, dass die Lampe vor seinem Haus nicht (!!!) derart abgeschirmt ist, worauf das Strassenbeleuchtungsamt mein gloreiches Werk zunichte gemacht hat.
Nach einem wütenden Anruf versicherte mir ein kooperativer Mitarbeiter, dass er sich um das Problem kümmern würde, dass ihm allerdings eine Beauftragung durch eine öffentliche Stelle helfen würde. Ich solle mich an den Bezirksausschuss wenden. Dies will ich in den kommenden Tagen tun.
Update (17.06.09):
Ich habe eine Anfrage an den Bezirksausschuss geschickt. Mein Anliegen wird in der Sitzung am Mittwoch, den 24.06. um 19 Uhr im "Clubraum 2" der Pfennigparade, Barlachstr. 28 behandelt. Ich kann leider nicht dabei sein, weil ich im Urlaub bin. Es würde mich freuen, wenn jemand, der dieses Anliegen unterstützt, dabei wäre, um dem gegebenenfalls etwas Nachdruck zu verleihen. Ausserdem hätte ich gerne einen Bericht über die Verhandlung.
Update (29.06.09):
Heute habe ich eine Antwort vom Bezirksausschuss bekommen, der das Anliegen behandelt hat:
Betreff: Radwegbeleuchtung am Rosa-Aschenbrenner-Bogen; Ihr Schreiben vom 02.06.2009
Sehr geehrter Herr Dold,
vielen Dank für Ihr Schreiben vom 02.06.2009, mit dem Sie einen Austausch der Radwegbeleuchtung
fordern.
Der Bezirksausschuss 4 Schwabing-West hat sich am 24.06.2009 mit Ihrem oben genannten Anliegen
beschäftigt und einstimmig beschlossen, diesem aus folgenden Gründen nicht zuzustimmen:
Bei einer Besichtigung bei Dunkelheit vor Ort wurde festgestellt, dass die Radwegbeleuchtungen
auf der Südseite des Weges von Ihrer Wohnung weit genug entfernt stehen. Ggf. müssen Schlafzimmerfenster
durch geeignete Vorhänge oder Rollos abgedunkelt werden. Wenn die Bäume auf
der Nordseite des Fuß- /Radweges größer sind, wird erheblich weniger Licht auf Ihr Grundstück
einfallen. Der BA sieht dies nicht als eine Sondersituation in der Stadt.
Wir können keine Maßnahmen zur Verdunklung des Lichtes unterstützen, da die Sicherheit für die
Menschen, insbesondere für Frauen, auf dem öffentlichen Fuß- und Radweg vorgeht und durch
dunkle Stellen auf Straßen und Wegen keine Angstgefühle entstehen dürfen.
Wir bitten Sie um Verständnis, dass wir der Sicherheit bei unserer Entscheidung den Vorrang geben.
Das Baureferat erhält einen Abdruck dieses Schreibens zur Kenntnis.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Walter Klein
Ich bin wütend und frustriert. Einmal mehr fühle ich mich von Herrn Dr. Klein mit meinen Bedürfnissen nicht ernst genommen. Dass es technische Möglichkeiten gibt, die sowohl den Sicherheitsinteressen als auch den Interessen der sich gestört fühlenden Nachbarn entsprechen, scheint wohl nicht beachtet worden zu sein, obwohl ich das ja ausführlich dargestellt habe.
Christoph Dold
|
|
|
 |
![[Post New]](/forum/templates/default/images/icon_minipost_new.gif) 02.06 2009 11:16:29
|
michael
Hot Topic
Beigetreten: 04.05 2007 14:43:55
Beiträge: 59
Offline
|
Alternative Lösungsvarianten:
(gesehen 2008 am Rosa-Aschenbrenner-Bogen)
und Mitarbeiter des Baureferats bei der Entfernung des Überzugs:
|
|
|
 |
![[Post New]](/forum/templates/default/images/icon_minipost_new.gif) 30.06 2009 10:34:48
|
Gast
|
Liebe Nachbarn,
eine kurze Info zu der Beleuchtung, welche durch die Anfrage vom
Christoph beim BA besprochen wurde.
Ich bin beim BA nochmal kurz auf die Situation eingegangen. Die
Entscheidung ist aber bereits im Vorfeld durch ein Untergremium gegen
eine Änderung der Beleuchtung gefallen. Es wurde begründet, dass eine
gute Ausleuchtung im Sinne einer sicheren Wohngegend eher wünschenswert sei.
Mich persönlich stört die Beleuchtung und der Grundsatz die Nacht zum
Tag machen zu wollen. Das ist nicht zeitgemäß. Es gibt sehr viele
Beispiele, in denen vergleichbare Wege viel dunkler sind (z.B.
Olympiapark) und ich empfinde es nicht wesentlich unsicherer. Selbst in
Amerika gibt es schon seit Jahren Abzüge für eine Art Energieausweis
wenn Gebäude unsinnigerweise beleuchtet werden.
Der BA hat sich zwar gegen eine Änderung der Beleuchtung ausgesprochen,
was jedoch nicht unbedingt bedeutet, dass wir das auch so akzeptieren
müssen. Ich habe mal kurz die Norm für die Straßenbeleuchtung (DIN EN
13201) überflogen und vermute, dass die eingesetzte Beleuchtung nicht
Normgerecht ist. Eine genaue Berechnung erscheint aber aufwendig und ich
bin mir nicht sicher wer alles in unserem Haus und aus der Nachbarschaft
überhaupt eine andere, blendfreiere eventuell auch dunklere Beleuchtung
befürworten würde? Ich würde mich nur dann intensiver damit
beschäftigen, wenn auch ein reges Interesse an der Änderung der
Beleuchtung besteht und ich dafür Zeit finde.
Grüße
Matze
http://nssdc.gsfc.nasa.gov/planetary/image/earth_night.jpg
http://lh6.ggpht.com/_wqX7zzzj8HU/SXRwUb-A38I/AAAAAAAABVc/6Y6aJNsUsaI/IMG_2306_F.JPG
|
|
|
 |
![[Post New]](/forum/templates/default/images/icon_minipost_new.gif) 01.07 2009 22:08:12
|
Gast
|
Das Thema ist doch eher dass sich Stadtgestalter und Kostenwächter einigen müssen. Gerade aufgestellte Lampen wieder umzubauen ist nicht gerade effektiv.
Grundsätzlich finde ich Licht genau da notwendig wo man beim Gehen oder Fahren in der Nacht auf Hindernisse stoßen kann. Das ist auch eine Haftungs- und Versicherungsthema bei möglichen Unfällen!
Das an einigen Stellen gar keine Lampen sind kann auch gefährlich sein. Ich selbst einmal nett gestürzt als in einem dunkelen Hausdurchgang über eine nicht beleuchtete Treppe gestolpert bin.
Die neuen LED-Lampen-Technik macht Hoffnung auf gezieltes Licht mit wenig Energieaufwand. Warum dabei nicht auf Fußwegen auf mehrer kleine Lampen setzen die ein schwaches Licht knapp üer dem Fussboden werfen. Es muss ja nicht so eine grelle Landebahn wie zwischen der Therese-Studer-Straße und dem Ostblock sein.
Bei Lampen die auch die Straßen beleuchten sollen ist es schwieriger.
Das Licht sollte im wesentlichen nach unten auf die Fahrbahn und den Gehsteig scheinen.
Aber viele lieben aus auch Lampen im Stadtbild zu sehen, die an die alten Gaslaternen erinnern...
|
|
|
 |
![[Post New]](/forum/templates/default/images/icon_minipost_new.gif) 05.10 2009 21:53:57
|
Gast
|
cdold wrote:
Ich wohne im NEST-Passivhaus im ersten Stock. Seit die Lampen für die Beleuchtung des Fussgänger- und Radwegs südlich unseres Hauses in Betrieb genommen wurden, hab ich Flutlicht auf dem Balkon und muss meine Vorhänge schliessen, ..
Hallo Herr Dold,
geben Sie doch mal einen Tipp, was Sie mit der Lampe (die mit dem grünen Überzug auf dem Bild weiter oben) am Rosa-Aschenbrenner-Bogen passiert ist. Diese schaltet sich seit einiger Zeit abends gar nicht mehr ein!
Gruß Ein Anwohner
|
|
|
 |
![[Post New]](/forum/templates/default/images/icon_minipost_new.gif) 27.09 2010 22:13:58
|
Johann
Hot Topic
![[Avatar]](/forum/images/avatar/ed3d2c21991e3bef5e069713af9fa6ca.jpg)
Beigetreten: 20.05 2010 15:44:03
Beiträge: 16
Offline
|
Gast wrote:Grundsätzlich finde ich Licht genau da notwendig wo man beim Gehen oder Fahren in der Nacht auf Hindernisse stoßen kann.
Am Durchgangswegerl Therese-Studer-Strasse / Große Wiese waren Anwohner wohl auch genervt vom Licht. Hier ist seit Monaten das Glas der Lampe lichtundurchlässig lackiert und die Lichtquelle erloschen.
Unabhängig davon, dass schon mehrmals Nachts Radlfahrer beim ums Eck fahren wieder wach wurden, als ihnen dort Fußgänger begegneten, sind mir letztens tagsüber zwei Herren mit Klemmbrett entgegengekommen, die lapidar bemerkten: "Oh mei, was hams'n da scho wieder gmacht?"
Mit "was hams'n" war übrigens nicht ICH gemeint
Licht hin oder her, wirklich finster is halt nur in den Bergen.
Johann
|
|
|
 |
![[Post New]](/forum/templates/default/images/icon_minipost_new.gif) 04.10 2010 14:33:16
|
Billie
Beigetreten: 04.10 2010 14:26:48
Beiträge: 1
Offline
|
Als Frau bin ich froh, Lichter da zu haben.
Wir sind in der Stadt, man muss sich damit abfinden, dass es nie ganz dunkel wird.
Wenn Sie gerne auf dem Balkon schlafen, könnten Sie eine Schlafmaske tragen, oder Vorhänge um den Balkon aufhängen. Aber um diese Jahreszeit ist es eher kühl zum draussen schlafen...
|
|
|
 |
![[Post New]](/forum/templates/default/images/icon_minipost_new.gif) 11.02 2011 18:36:37
|
Toelke
Hot Topic
Beigetreten: 08.02 2011 11:44:07
Beiträge: 41
Offline
|
Solche Lichtquellen geben sehr viel Sicherheit, ich bin auf Sicherheit bedacht!!! Deshalb wache ich auch hier im Quartier.
http://ackermann-waechter.blogspot.com/
Euer Toelke
|
|
|
 |
|
|
|
|