Grosse Wiese  XML
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Gast



Nach Baulärm, Dreck, Schmutz und Staub seit 2004 fragt sich der reichlich genervte Anwohner der grossen Wiese, welcher neue Blaumilchkanal hier derzeit entsteht. Nachdem vor 2 Jahren die ursprüngliche Wiese angelegt worden ist (auf dem Foto der grün eingegrenzte Bereich) - indem ein unermüdlicher Raupenfahrer, verbunden mit dem entsprechenden Lärm, geschlagene 2 Wochen lang mit einer 8-Tonnen-Raupe darauf akribisch Erde und Sand verteilt hatte und der Rasen eingesäht worden war ? wurden im Zuge des 2. Bauabschnitts 2005 große Teile (rot eingegrenzte Bereiche) dieser neuen Wiese zum einen einer Baustellenzufahrt, zum anderen einer Fläche für die geschmackvollen Verkaufsstadl der Wohnbau-Unternehmen wieder geopfert. Nun wird eine weitere große Fläche (gelb eingegrenzt) wieder umgepflügt und ausgebaggert. Inzwischen ist also nur noch gut ein Drittel der ursprünglichen Fläche übrig.

Man fragt sich im Ernst, welch genialer Planung all dies entspringt. Muß es denn wirklich sein, die ohnehin schon lärmgeschädigten Anwohner durch sinnlose Fehlplanungen zusätzlich zu belasten? ? und wer ist dafür verantwortlich ?

Ingo Giani
Felix-Fechenbach-Bogen
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Gast




Hallo Ingo,

Frau Nicole Preußner vom Baureferat Gartenbau der Landeshauptstadt München G 12 - Nord-Ost (nicole.preussner[at]muenchen.de) wäre da genau der richtige Ansprechpartner für Deine Frage.

Gruß
Gast



Sehr geehrte Frau Preußner,

ich möchte Sie bitten, sich folgenden Link anzuschauen:

http://www.ackermannbogen.de/ab/posts/list/14.page;jsessionid=B06955DF20E0675169CD96BCB9EDA6EE

Dies ist ein kurzer Artikel im Forum (Stadtteilentwicklung) auf der website ackermannbogen.de. Es geht um die erneute Bautätigkeit auf der sog. "Grossen Wiese". Ein Teilnehmer meint, daß Sie - in welcher Form auch immer - hier zuständig sind, oder zumindest Auskunft darüber erteilen können, was hier geplant ist.

Ich möchte nicht verhehlen, daß ich als Anwohner, der seit Mai 2004 direkt an der Wiese wohnt, nun langsam 'die Nase voll' vom Lärm der letzten Jahre habe - und zwar gestrichen! Nach Abzug der Verkaufsbaracken stehen zudem nun auf eben dieser Fläche wieder Bagger und Kettenfahrzeuge, die morgens ab 06.45 h zum Gemeinschaftappell ihre Motoren warmlaufen lassen. Muß das alles sein ???



Ingo Giani

Felix-Fechenbach-Bogen 25



cc Forum
Gast



Sehr geehrter Herr Giani,

die große Wiese wird gemäß Beschluss des Bauausschusses vom 12.06.2007 und gemäß Vorgaben des Bebauungsplanes 1905 d vom Baureferat (Gartenbau) als öffentliche Freifläche hergestellt. Hier sollen ruhige Aufenthaltsbereiche, Liegewiesen sowie Möglichkeiten fürs freie Spiel geschaffen werden. Im Nordwesten entsteht ein Baumplatz mit wassergebundenem Belag mit Blütenbäumen. Als Besonderheit entsteht im Westen der Wiese eine Versickerungsmulde mit Biotopcharakter für die Aufnahme des Oberflächenwassers aus den angrenzenden Straßen. In diesem Zusammenhang werden die ehemals für die Container der Bauträger zur Verfügung gestellten Flächen wieder als Wiese hergestellt sowie Schäden in der bereits bestehenden Wiese überarbeitet.
Die Herstellung der Großen Wiese ist von Juli 2007 bis November 2007 geplant, die Inbetriebnahme erfolgt im Mai 2008.

Mit freundlichen Grüßen
Nicole Preußner

Landeshauptstadt München
Baureferat Gartenbau
Gast



Sehr geehrte Frau Preußner,

Danke für die informative Antwort ? zudem sei der Ordnung halber noch vorangestellt, daß ? nach Ihrer Auskunft ? noch folgendes zu beachten sei:

? ... Das Baureferat (Gartenbau) ist ausschließlich für den Ausbau und den Unterhalt der öffentlichen Grünfläche auf der Große Wiese, wie im Ausführungsplan dargestellt zuständig ist. Die Flächen wurden uns im Juli 2007 durch das Kommunalreferat übergeben. Für die vorherige Nutzung als Lagerfläche, Baustellenzufahrt etc. sowie für die Containerflächen war das Kommunalreferat zuständig. Für die Gesamtabwicklung des B-Planverfahrens SEM Ackermannbogen und die Aufteilung der B-Plan Schnittstellen ist das Planungsreferat zuständig. ...?

Allerdings stimmt mich dieser Hinweis wenig zuversichtlich, daß nun irgendjemand erklärt, warum nach Abschluß der Baumaßnahmen, nach fast vollständiger Erstellung der Wiesenfläche, erneut über 5 Monate hinweg mit einer erheblichen Lärmbelästigung für nun alle Anwohner zu rechnen ist. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, das sich auf Seiten der Behörden niemand darum schert, welche Beeinträchtigung Baulärm für die Lebensqualität bedeutet ? oder gar, daß Lärm krank macht. Warum sind all diese Maßnahmen nicht einigermaßen parallel erfolgt ? Nur Zyniker mögen annehmen, daß man auf diese Art der Planung eine maximale Zahl von Zuhörern erreicht, insbesondere, als - nach der nun geschlossenen Bebauung - schon ein einzelner Rüttler den perfekten Raumhall entwickelt.

Jetzt erfahren wir (glücklicherweise), daß ?ruhige Aufenthaltsbereiche?, Liegewiesen, sowie ein Baumplatz mit wassergebundenem Belag, eine Versickerungsmulde mit Biotopcharakter für die Aufnahme des Oberflächenwassers aus den angrenzenden Straßen entstehen ? eine autarke Mückenzuchtanlage ?

Gute Güte ? wer will denn das alles? Eine schöne Wiese mit dem vorhandenen Baumbestand hätte es auch getan !

?Planung ist ein soweit als möglich systematischer Prozess - ein Planungsprozess - zur Festlegung von Zielen und künftigen Handlungen. Durch das Planen wird ein Plan ? ein Verfahren oder eine Methode zum Erreichen des Ziels ? entwickelt.? (Lexikon)

Ephraim Kishon?s Kasimir Blaumilch hätte seine wahre Freude daran. Wieder zeigen die Behörden mit dem Finger aufeinander ? statt eines Kanals auf der Allenby-Road in Tel Aviv, der diese Stadt zum ?Venedig des mittleren Ostens? machte, erhält der Ackermannbogen leider nur eine Versickerungsmulde mit Biotopcharakter. Aber: Kasimir Blaumlich hat diesmal einen Auftrag !
Gast



... Nachtrag: Aus irgendeinem Grund werden aus fast allen Satzzeichen Fragezeichen abgebildet. Vielleicht liegt das am Thema ...

Ingo Giani
ureinwohner

Hot Topic

Beigetreten: 23.07 2007 11:48:17
Beiträge: 4
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...Als Besonderheit entsteht im Westen der Wiese eine Versickerungsmulde mit Biotopcharakter für die Aufnahme des Oberflächenwassers aus den angrenzenden Straßen.


Zum Thema "stehendes Wasser" habe ich leidvolle persönliche Erfahrung auf Mallorca gesammelt. Nach einigen Urlaubsaufenthalten auf einer Finca ohne Mückenplage wurde in nächster Nähe ein Golfplatz mit den üblichen Wasserbecken (Hindernisse) gebaut - im darauf folgenden Jahr konnte man sich der Moskitos nicht mehr erwehren. Schlaf war nur noch unter Moskitonetzen möglich, auch die Abendstunden waren im Freien nur bei starkem Wind zu genießen. Solchen Plagen kann man nur mit Chemie oder entsprechendem Fischbesatz Herr werden, was sicher nicht gewünscht ist bzw. bei sog. unständigen Gewässern nicht durchführbar ist.
Ich habe nichts gegen Biotope, aber über die Folgen sollten sich die Planer schon etwas mehr Gedanken machen (selbst die Ausbreitung von Malaria etc. wird ja schon für unsere Breiten nicht mehr ausgeschlossen).

"Wenn Du mit einem Menschen [vernünftig] reden könntest, aber es nicht tust, so hast Du diesen Menschen verloren.
Wenn Du mit einem Menschen nicht [vernünftig] reden kannst, aber es trotzdem tust, so sind deine Worte verloren.
Der Verständige gibt aber weder einen Menschen verloren, noch verschwendet er seine Worte."
"Konfuzius; 539-533 v. Chr."
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Gast





Gast wrote:
..
Allerdings stimmt mich dieser Hinweis wenig zuversichtlich, daß nun irgendjemand erklärt, warum nach Abschluß der Baumaßnahmen, nach fast vollständiger Erstellung der Wiesenfläche, erneut über 5 Monate hinweg mit einer erheblichen Lärmbelästigung für nun alle Anwohner zu rechnen ist...
Warum sind all diese Maßnahmen nicht einigermaßen parallel erfolgt ? ...



Hallo Ureinwohner,

Sicherlich wird es Dich freuen zu hören, dass auch diesmal die Große Wiese nicht in einem Rutsch fertig angelegt wird: Das südliche Drittel, mit der Verbindung zum Stadtwald kommt wahrscheinlich erst Ende 2008 dran. Du wirst die Baumaschinen also nächsten Herbst wiedersehen.

ureinwohner

Hot Topic

Beigetreten: 23.07 2007 11:48:17
Beiträge: 4
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Mir stellt sich eh' schon lange die Frage, ob die Stadt die ausführenden Gartenbaufirmen so schlecht bzw. verspätet bezahlt, da die Baumaßnahmen der Grünanlagen bald länger dauern als der Bau der Chinesischen Mauer.
Die vielzitierte Feinstaubbelastung ist in unserem Wohnquartier (Staubentwicklung bei Erdbaumaßnahmen, Baufahrzeuge) nicht zu verachten.
Ohne Messgeräte sieht man schon an den Fenstern und auf dem Balkontisch ob sich was auf der großen Wiese getan hat.
[Email]
Gast



... und weiter geht die Posse: Heute früh, 06.55h pünklich, startet ein einsamer Rasenmäher (der freundliche Fahrer selbst trägt massiven Gehörschutz) sein Werk auf den Rudimenten der Wiese - 07.30 h ist er fertig. Das Ding verbreitet einen Höllenlärm. Ich muß ohnenhin zur Arbeit - aber es gibt Menschen, die haben gerade Ferien. Das Ding verbreitet einen Höllenlärm (!) und übertönt sogar meinen Radiowecker.

Offensichtlich ist es auch dem Gartenbauamt, liebe Frau Preußner, sch...egal, was hier abgeht. Das ist einfach nur dümmlich und schlicht ignorant. Und es ist typisch für die ganze Vorgehensweise Ihrer Behörde.

Es wäre ein Segen, wenn vertieftes Nachdenken über all das Platz greifen würde. Als Bürger fühlt man sich nur noch als dummes Schaf, das alles zu erdulden hat.

Der nächste Schritt ist Dienstaufsichtsbeschwerde.

Ingo Giani

Gast



... Fühlt sich irgendjemand angesprochen, meldet sich ein Planungsoffizieller freiwillig ? Will irgendjemand ein Feuchtbiotop an Saftwiese mit zartem Blütenbaumbestand und gemorchelten Sickergrübchen ? Welcher Bundesgartenschauveteran hat sich dies kullinarischen Gartenbauwunder für 625.000 Euro ausgedacht. Hat uns irgendjemand gefragt ? Wissen Sie, wieviele Kinder man weltweit für dieses Geld vor dem sicheren Hungertod retten könnte ???

Ingo Giani
 
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